Dortmund (BS-News) – Gegen Aserbaidschan setzte sich die deutsche Frauen-Nationalmannschaft am Sonntag in Rotenburg an der Fulda mit 35:21 (14:7) durch. Damit hat das Team von Bundestrainer Heine Jensen den ersten Platz in Gruppe eins mit 8:2 Punkten dank des besseren direkten Vergleichs vor Ungarn behauptet. Die Auslosung der EURO findet am kommenden Mittwoch, 6. Juni, in Rotterdam statt. Das Turnier wird vom 4. bis zum 16. Dezember in den Niederlanden ausgetragen.

„Wir haben diese Qualifikation mit fünf Siegen in sechs Spielen gut gelöst und sind auf dem richtigen Weg”, sagte Jensen. „Uns ist es auch gelungen, neue Spielerinnen zu integrieren. Das entwickelt sich in eine positive Richtung.” Bemerkenswert: In der Schlussphase des Spiels gegen Aserbaidschan standen durchweg Spielerinnen der Jahrgänge 1990 und jünger auf dem Feld.

In der ersten Halbzeit benötigte das DHB-Team eine relativ lange Anlaufzeit. Nach dem 8:5 in der 21. Minute nahm Jensen seine Auszeit und justierte nach. „Als wir dann präsent waren und unseren Job gemacht haben, haben wir auch – wie wir uns das vorgenommen hatten – in der Abwehr Bälle gewonnen”, sagte Jensen. „Teilweise war das sehr gut, vor allem zweite Welle und schnelle Mitte haben mich gefreut.”

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit kam die 19-jährige Shenia Minevskaja ins Spiel und verwandelte schon nach wenigen Sekunden einen Siebenmeter zum 13:6. Zu Beginn der zweiten Hälfte wechselte Jensen auch die Oldenburger Rechtsaußen Maike Schirmer als nächste Debütantin ein. Später folgte noch Torfrau Ann-Cathrin Giegerich.

Immer wieder gelangen den deutschen Handballerinnen sehenswerte Aktion – so zum Beispiel Kreisläuferin Anne Müller nach Anspiel von Saskia Lang in der 41. Minute zum 23:12. Müller kam ebenso wie Luisa Schulze und Shenia Minevskaja auf fünf Tore. Torfrau Katja Schülke zeigte mit 17 Paraden ein gutes Spiel.

Die Frauen-Nationalmannschaft nimmt jetzt Kurs auf die EURO in den Niederlanden. Nächste Etappe auf dem Weg ist im Juli der Sommerlehrgang mit Spielen gegen Brasilien am 13. Juli in Bremen und tags darauf in Minden.

Deutschland – Aserbaidschan 35:21 (14:7)

Deutschland: Giegerich, Schülke; Zapf (3/1), Mietzner (2), Müller (5), Naidzinavicius (3), Wenzl (3), Lang (2), Minevskaja (5/1), Schirmer, Steinbach (2), Geschke (2), Birke (2), Lütz (1), Schulze (5)

Aserbaidschan: Salamakha, Jafarova; Lukyanenko (1), Tankaskaya (4), Khametova, Deryabina (3/2), Shulindina, Mammadova (1), Gasimova (1), Nasradinova (3), Abbasova (2), Nazarova, Aliyeva (1), Pogonina (1), Peche (4), Yusibova

Schiedsrichter: Cacador/Nicolau (Portugal). – Zuschauer: 714. – 

Siebenmeter: 3/2:2/2 (Steinbach übers Tor). – Zeitstrafen: 8:12 Minuten (Mietzner/zwei, Lang, Naidzinavicius – Peche/zwei, Yusibova, Nazarova, Lukyanenko, Gasimova). – Spielfilm: 3:0 (5.), 6:2 (14.), 8:5 (21.), 12:5 (24.), 14:6 (29.), 14:7 – 14:8 (31.), 18:9 (35.), 24:12 (43.), 25:15 (47.), 28:16 (51.), 32:20 (57.), 35:21

(DHB)