Mühlheim an der Ruhr (BS-News) – Zwei Spielerinnen und vier Spieler des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV) werden nach dem 3. Mai 2012 auch den 31. Mai 2012 in besonders positiver Erinnerung behalten: An diesem Tag nominierte das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Marc Zwiebler (1. BC Beuel, Herreneinzel), Juliane Schenk (SG EBT Berlin, Dameneinzel), Ingo Kindervater (1. BC Beuel, Herrendoppel), Johannes Schöttler (1. BC Bischmisheim, Herrendoppel), Michael Fuchs (1. BC Bischmisheim, Mixed) und Birgit Michels (1. BC Beuel, Mixed) für die deutsche Mannschaft für die Olympischen Spiele 2012 (27. Juli bis 12. August).
Die Badmintonasse waren anhand der am 3. Mai 2012 vom Badminton-Weltverband BWF veröffentlichten Weltrangliste als in London startberechtigte Aktive aus Deutschland ermittelt worden. Alle hatten zugleich die Kriterien des DOSB, der letztlich über die Olympia-Teilnahme entscheidet, erfüllt. Während in Bezug auf den Badmintonsport die Regelung gilt, dass in den Doppeldisziplinen diejenigen, die sich qualifiziert haben, in jedem Fall eine Starterlaubnis vom DOSB erhalten, muss im Einzel jemand zu den Top 20 der sogenannten „bereinigten“ Weltrangliste zählen, um an den olympischen Badmintonwettbewerben teilnehmen zu dürfen.
In den Einzeldisziplinen erhalten pro Nation maximal drei Spieler bzw. Spielerinnen die Möglichkeit, bei Olympia anzutreten, in den Doppeldisziplinen höchstenfalls zwei Paarungen. Daher wurden aus der für die Spiele der XXX. Olympiade relevanten Weltrangliste vom 3. Mai 2012 mehrere Athletinnen bzw. Athleten und Duos gestrichen, die – gemessen an ihrer Platzierung – qualifiziert gewesen wären. Resultat war eine „bereinigte Weltrangliste“. Das Ranking vom 3. Mai 2012 basierte auf den im Qualifikationszeitraum 2. Mai 2011 bis 29. April 2012 erzielten Ergebnissen der Aktiven bei internationalen Turnieren ganz unterschiedlicher Kategorien.
Drei Debütanten – eine Rekordhalterin
Dem DBV gelang es, seine Mannschaft im Vergleich zu Peking 2008 um eine Person aufzustocken und in London in einer Disziplin mehr vertreten zu sein als bei den Olympischen Spielen vor vier Jahren.
Während Michael Fuchs, Ingo Kindervater und Johannes Schöttler 2012 ihre Olympia-Premiere erleben werden, schaffte der amtierende Europameister im Herreneinzel, Marc Zwiebler, ebenso wie die EM-Dritte im Damendoppel, Birgit Michels, zum zweiten Mal (jeweils nach 2008) die Qualifikation.
Die WM-Dritte und Vize-Europameisterin im Dameneinzel, Juliane Schenk, löste sogar schon zum dritten Mal das Olympia-Ticket. Damit stellte die 29 Jahre alte Sportsoldatin der Bundeswehr einen Rekord auf: In der Geschichte der olympischen Badmintonwettbewerbe (seit 1992 mit Herren- und Dameneinzel sowie Herren- und Damendoppel und seit 1996 zudem mit dem Mixed) gelang zuvor niemandem aus Deutschland so häufig die Qualifikation.
Die deutsche Olympiamannschaft für London 2012 wird insgesamt rund 380 Athletinnen und Athleten umfassen. Alle nominierten Sportlerinnen und Sportler verfügen auf der Internetseite www.deutsche-olympiamannschaft.de über ein eigenes Profil. Informationen über die nominierten Badmintonasse erhalten Sie zudem auf der DBV-Homepage unter www.badminton.de (Rubrik „Stars“, Unterrubrik „Stars national“).
(DBV)