London (Behindertensport-News.de) – Siaffa gab ein abweichendes Analyseergebnis für Prednison und metabolit Prednisolon in einer Urinprobe am 25. Februar 2012 während der 2012 Fazza International Powerlifting Wettbewerb in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate ab. 

Diese Stoffe sind auf der Verbotsliste der World-Anti-Doping-Agentur (WADA) 2012 unter S9 enthalten. Glukokortikosteroide sind somit unter der IPC-Anti-Doping-Codes verboten.

Während der Dopingkontrolle der Wettbewerbe im Februar, offenbarte Siaffa die Verwendung eines Schmerzmittels auf seiner Dopingkontroll-Form. Bei der IPC-Anti-Doping-Anhörung offenbart er, dass er dies getan hatte, da er sich zwei Wochen vor der Veranstaltung seine Schulter ausgekugelt hatte und anschließend ein Apotheker in Liberia afusuchte um mit Medikamente versuchte, die Schmerzen zu lindern.

In einem unterstützenden Brief an der mündlichen Verhandlung erklärte der Apotheker, dass er Medikamente verschrieben hatte, die den Sportler für seine therapeutische Behandlung der Schulterschmerzen helfen sollten. Er erklärte auch, dass der Sportler gefragt hätte, ob die Medikamente legal für den Wettbewerb wären und ob er, der Apotheker, sie auf der Verbotsliste nachgeschlagen hätte und diese nicht in der Liste enthalten sind. Der Apotheker teilte ihm mit, dass diese Stoffe nicht verboten sind.

Unter Berücksichtigung der Umstände des Falles, und in Übereinstimmung mit dem IPC-Anti-Doping Code, erhält Siaffa eine dreimonatige Sperre, die von zwei Jahren herabgesetzt wurde, wegen der beginnenden Straftat am 26. März 2012, dem Datum, bei dem ihm die Anti-Doping-Bestimmungen bekannt waren.

Alle Ergebnisse ab dem Zeitpunkt des Wettbewerbes am 25. Februar 2012 werden mit all den daraus resultierenden Konsequenzen einschließlich der Aberkennung von Medaillen, Punkten und Preisen disqualifiziert. Eine finanzielle Sanktion in Höhe von € 1.500, die normalerweise für die Anti-Doping-Regelverstößen verhängt wird, wurde in diesem Fall nicht erhoben.

Dr. Toni Pascual, Vorsitzende des Ausschusses für IPC-Anti-Doping, sagte: „Der Anhörungausschuss war mit der Erklärung zufriedengestellt, dass der Athlet die Substanz für therapeutische Zwecke und nicht mit der Absicht seine Leistung zu verbessern eingenommen hat.“

„Obwohl der Athlet keine therapeutische Ausnahmebewilligung hatte die, die Stoffe in seinem Körper rechtfertigen, hatte er den Doping-Kontrollbeamten bei seinem Test darüber informiert, dass er einige Medikamente eingenommen hätte.“

„Die Erkenntnisse des Apotheker waren auch in unserem Entscheidungprozess von relevanter Bedeutung, der Sportler hat in Abwesenheit des qualifizierten National Paralympic Commitee (NPC), versucht bei der medizinischen Untersuchung sich über die Medikamte beraten zu lassen um sicherzustellen, dass diese nicht auf der Verbotsliste waren.

„Wenn man alles berücksichtigt, wurde die Standard-Sanktion von zwei Jahren Sperre und eine Geldstrafe von 1.500 Euro reduziert. Eine Sanktion wurde jedoch noch erhoben als der IPC-Anti-Doping-Code eindeutig fest stand, dass ein Athlet grudsätzlich verantwortlich ist für alle gefundenen verbotenen Substanzen in den Proben.“

„Die IPC freut sich auf die Zusammenarbeit mit NPC Liberia und Herr Siaffa um anderen Athleten in seiner Gemeinschaft zu schulen, sowie das Bewusstsein über Anti-Doping im Paralympischen Sport zu steigern.“

Als Unterzeichner des internationalen Anti-Doping Code (WADC) bleibt die IPC einen doping freien sportlichen Umfeld auf allen Ebenen verpflichtet. Die IPC, zusammen mit den internationalen Verbänden und nationalen Paralympischen Komitees, gründete den IPC-Anti-Doping Code, um Doping im Sport für paralympische Athleten zu verhindern, im Sinne des „Fair Play“. 

(IPC / Übersetzung ins Deutsche: Behindertensport News GbR)