Kassel (BS-News) – Die Augsburgerin Andrea Strohmaier hat drei Kämpfe bei der 7. WM in China siegreich gestaltet, traf im Viertelfinale auf eine Boxerin, die Schwedin Anna Rosalie Laurell, die größer war und in der Reichweite enorme Vorteile hatte. Dieses Handicap konnte die sympathische Andrea Strohmaier auch durch ihren Einsatzwillen und enormen Kampfgeist nicht ganz ausgleichen. Die Schwedin bevorzugte den Distanzstil, ließ keinen Nahkampf zu, gewann jede Runde, die allerdings von den Experten in der Kampfbewertung als zu hoch angesehen wurde, so kam dann das 24:8 Endergebnis zu Stande.
Es war eine tolle Energieleistung, die Andrea Strohmaier vollbrachte, leider verpaßte sie im 4. Kampf eine Medaille, doch auch auf den 5. Rang bei dieser WM kann sie mit Recht sehr stolz sein.
Für die DBV – Frauenstaffel war es eine Reifeprüfung, also kein enttäuschendes Abschneiden, wenn man bedenkt, daß in einigen Begegnungen äußerst knappe Ergebnisse ermittelt wurden, die ein Weiterkommen verhinderten.
Somit kommen die DBV- Faustfechterinnen, die in China einen ausgezeichneten Eindruck hinterließen, 7 Kämpfe gewannen aber auch 7 verloren, ohne Medaille nach Hause.
Die WM geht nun ohne DBV Damen weiter, bei der von den ursprünglich 70 teilnehmenden Nationen noch 18 im Rennen verblieben sind.
Als Krösus in China etablierte sich die Staffel von Rußland, die noch neun Boxerinnen in den 10 Gewichtsklassen im Halbfinale dabei hat, also nun schon neun der 40 Medaillen gewann.
Welches Edelmetall dabei herausspringen wird, Gold, Silber, Bronze, werden die Kämpfe am Freitag und Samstag zeigen.
Je fünf Damen haben die USA und Gastgeber China im Rennen, vier England, drei Polen, zwei Kasachstan und mit je einer Medaille können die Nationen Aserbaidshan, Philippinen, Italien, Irland, Tadshikistan, Niederlande, Ukraine, Ungarn, Bulgarien, Nordkorea, Schweden sowie Indien, schmücken.
(DBV)