Köln (Behindertensport-News.de) – „Ich hatte mit mehr Gegenwehr gerechnet“, stellte Teammanager Sedat Özbicerler nach dem Spiel gegen Hannover fest. Diese Einschätzung war auch nach dem starken Spiel der Niedersachsen gegen Trier vergangene Woche nicht unbegründet, doch die 99ers waren an diesem Tag einfach zu stark. Lediglich im letzten Viertel ließ Köln die Hannoveraner kurzzeitig wieder ins Spiel zurück kommen, wobei der 21-Punkte-Vorsprung sich als genug Puffer erwies, sodass der Sieg auch im letzten Viertel nie wirklich gefährdet war.

Den Grundstein legten die 99ers bereits in der ersten Halbzeit (37:23). Die stark verbesserte Defence schien der Schlüssel zum Erfolg zu sein: „Unter der Woche haben wir viel an der Defence gearbeitet und das konnte dann im auch im Spiel gut umgesetzt werden“, analysierte Sedat Özbicerler. Lediglich 31 Punkte ließ man in den ersten 30 Minuten zu. Hannover hatte große Schwierigkeiten mit der ausgeklügelten Verteidigungsstrategie der 99ers.  Doch nicht nur defensiv zeigten die 99ers ihre beste Leistung seit der Winterpause. Eine sehr starke Offensivleistung des gesamten Teams, trotz der frühen Foulbelastung von Andrew Flavell und Björn Lohmann, gab den 99ers den entscheidenden Lift gegenüber Hannover.

In der ersten Halbzeit konnte Jaap Smid schon 16 seiner insgesamt 21 Punkte erzielen. Der Niederländer war aber an diesem Tag nicht der einzige Kölner Spieler dessen offensive Statistiken beeindruckten. Michalis Stergiopoulos konnte mit 8 Punkten, 9 Rebounds und 10 Assists nahezu ein Triple-Double verbuchen und zeigte, dass seine Nachnominierung der richtige Schritt war. Marina Mohnen traf 5 ihrer 6 Würfe aus dem Feld und kam insgesamt auf 12 Punkte und das in nur 14 Minuten Spielzeit. Und es geht noch weiter: Frederic Jäntsch steigert sich immer weiter.

Von der Bank aus steuerte er 10 Punkte und 9 Rebounds zum Sieg der 99ers bei. Insgesamt konnten vier 99ers zweistellig punkten und einen großen Anteil daran hatte das gute Zusammenspiel auf allen Positionen. Auch die „Lowpointer“ Björn Lohmann, Sedat Özbicerler und Andrew Flavell konnten zusammen 10 Punkte und 8 Assists beisteuern und komplettierten damit die sehr robuste und souveräne Teamleistung der 99ers.

Mit dem souveränen Sieg gegen den Aufsteiger aus Hannover vertrieben die 99ers nun auch rein rechnerisch das Abstiegsgespenst aus der Domstadt. In der Saison 2012/2013 bleiben die 99ers somit weiterhin erstklassig. In der kommenden Woche geht es nun nach Jena, wo man den Aufwärtstrend gerne fortführen möchte.

(Oliver H. Junggeburth)