Erfurt (BS-News) – Die anstrengenden und packenden Matches, die regelmäßig von Mitte Mai bis Anfang Juni in Paris abgehalten werden, sind durch den Ascheuntergrund üblicherweise besonders lang und fordern die vollste Konzentration und Ausdauer der antretenden Tennis-Profis. Die French Open sind das zweite Turnier der Grand-Slam-Turniere.

Schon 1891 wurde das erste French Open-Turnier angesetzt. Damals gewann der Brite H- Briggs, der zur damaligen Zeit als absolutes Ausnahmetalent galt. Ab 1897 gab es auch einen French Open-Wettbewerb für Frauen. Doch konnten noch bis 1925 nur Spieler am Turnier teilnehmen, die französischstämmig waren, oder als Ausländer eine ganz besondere Erlaubnis zur Teilnahme zugesprochen bekamen. Die French Open hießen ursprünglich „Championnat de France international de Tennis“, was übersetzt so viel bedeutet wie „die internationalen Tennis-Meisterschaften Frankreichs). Auch hielt man das Turnier zu Anfang noch auf Rasen ab, was den Ball wiederum langsamer machte und dadurch zu längeren Spielen führte.

1928 aber entschied man sich, im Zuge der bevorstehenden Daviscup-Spiele ein neues Stadion zu bauen. Dieses bekam seinen Namen von einem französischen Kriegsheld, dem Fliegerpilot Roland Garros. Zu dieser Zeit entschloss man sich erstmalig, auf zermahlenem Ziegelstein zu spielen. Die traditionelle „rote Asche“ ist bis heute das Markenzeichen der French Open und macht einen ganz besonderen Reiz aus. Da der Ball langsamer ist, muss man mehr Kraft aufwenden, um den Gegner zu verunsichern. Gleichzeitig aber dauern Matches im Durchschnitt länger, als auf anderem Untergrund. Die 8.000 Zuschauer im Roland Garros-Stadion können sich also auf einige Stunden Spielunterhaltung einstellen und sehen Tennisprofis, die mit vollster Konzentration Netzangriffe aufbauen und mit Mühe einen Spielaufbau konzipieren möchten.

Mittlerweile sind die French Open eines der prestigeträchtigsten Turniere in der Tennis-Welt. 2010 hat man die Spiele sogar in 3D übertragen und in einigen Städten, besonders in Frankreich, als Public Viewing ausgestellt. Unabhängig davon  ist Paris und seine Sehenswürdigkeiten immer eine Erlebnisreise wert!