Dortmund (BS-News) – Dies entschied der Rat des Weltverbandes IHF an diesem Donnerstag bei seiner Sitzung in Sao Paulo, nachdem DHB-Präsident Ulrich Strombach die deutsche Bewerbung präsentiert hatte. „2017 die WM der Frauen auszurichten, ist für uns eine große Ehre, Herausforderung und langfristige Perspektive. Wir freuen uns auf diese Aufgabe”, sagte Strombach, der von IHF-Präsident Dr. Hassan Moustafa eine Urkunde und einen Pokal erhielt (Foto: Michael Heuberger). Die Turniere 2013 und 2015 waren bereits an Serbien und Dänemark vergeben worden.
Ganz im Sinne der IHF, die den Frauenhandball stärken möchte, stellt der DHB die WM 2017 unter das Motto „A new View on Women’s Handball” – „Eine neue Sicht auf Frauenhandball”. Betont werden Aspekte wie Gefühl, Technik, Athletik, Ästhetik, Leidenschaft und Charme. „Die Internationale Handball-Föderation will den Frauenhandball weiter popularisieren. Den Gedanken greifen wir mit unserem Engagement gern auf, denn wir fühlen uns dieser Sache verpflichtet”, sagt Strombach. „Für eine Frauen-WM haben wir in Deutschland großartige Voraussetzungen.”
Zudem vereinbarten die Präsidenten Strombach und Moustafa, dass Deutschland auch als Gastgeber der Weltmeisterschaft der männlichen U19-Jugend bereitsteht.
In der Präsentation für die Frauen-WM 2017 nannte Strombach dem Rat beispielhaft die Spielorte Wetzlar, Stuttgart, Berlin, Flensburg und Leipzig mit 4000 bis 8000 Zuschauer fassenden Arenen sowie die Vision, das Finale in der Kölner Lanxess-Arena auszutragen. „Dies und die weiteren Details, die mit diesem Turnier verbunden sind, werden wir in partnerschaftlichen Gesprächen mit der IHF klären”, sagte der DHB-Präsident. „Es ist unser Ziel, dass Rechte und Pflichten zwischen den Partnern DHB und IHF gerecht aufgeteilt werden.”
Als Gastgeber hat Deutschland zuletzt 2007 mit der Männer-Weltmeisterschaft („Handball in einer neuen Dimension”) Maßstäbe gesetzt. 1994 richtete der DHB die erste Frauen-Europameisterschaft aus. Drei Jahre später folgte eine Weltmeisterschaft, welche mit insgesamt 95.500 Zuschauern einen bemerkenswerten Zuspruch erfuhr.
Nach der mit dem Aus in der Vorrunde enttäuschend verlaufenen WM 2011 in Brasilien bietet sich Bundestrainer Heine Jensen und seinem Team neben den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro mit der Heim-WM 2017 eine weitere langfristige Perspektive. „Das ist eine richtig gute Sache, ein großartiges Fernziel”, sagt der Däne. „Wir müssen alles daran setzen, dass wir uns mit einer starken Mannschaft für die Olympischen Spiele 2016 qualifizieren und auch sportlich ein guter Gastgeber der WM 2017 sein können. Wir wollen da nicht nur Teilnehmer sein.”
Bei der Ratssitzung in Sao Paulo ist auch die Männer-Weltmeisterschaft 2017 vergeben worden. Frankreich setzte sich dabei gegen Dänemark durch. Die WM 2013 findet in Spanien statt, das Turnier 2015 wird im Katar ausgetragen.
(DHB)