München (Behindertensport-News.de) – Leider konnten sich die 99ers nach gutem erstem Viertel nicht gegen die Münchener durchsetzen. Mit 69:58 mussten die 99ers die vierte Auswärtsniederlage im vierten Auswärtsspiel hinnehmen.
„In den Phasen in denen es nicht läuft, fehlt ein Ruck in der Mannschaft, um die Wende herbeizurufen“, kommentierte Headcoach Martin Otto nach dem Spiel die enttäuschende Niederlage. Zwar war es bereits vor dem Spiel klar, dass es nicht einfach werden würde, aber wiedermal hat man die Niederlage selbst herbeigeführt.
Nach einem guten ersten Viertel in dem die 99ers Mustafa Korkmaz mit 8 und Marina Mohnen mit 6 Punkten überzeugen konnten, verloren die 99ers den roten Faden im Spiel. Trotz eines zuversichtlichen 20:15 zu Beginn des zweiten Viertels, ließen die Domstädter nach. Die Münchener Defense ermöglichte keine einfachen Abschlüsse, die auf der anderen Seite die Münchener zwar hatten, aber erst zum Ende des Viertels ausnutzten.
Vor allem die überraschend spielstarken Matthias Wastian und Sebastian Magenheim, die bereits zur Halbzeit 10 bzw. 15 Punkte erzielt hatten sorgten für ein deutliches Viertelergebnis und eine 41:39 Führung. Zwar konnten die Kölner mit einem unglaublichen Drei-Punkt-Wurf aus 11 Metern durch Mustafa Korkmaz zur Halbzeit herankommen, aber die größeren Spielanteile lagen bereits bei München.
Wer jedoch nun ein Aufbäumen der 99ers zum Beginn der zweiten Halbzeit erwartete, sah sich getäuscht.
Verblüffender Weise erinnerte das dritte Viertel sehr an die Leistung in Frankfurt, wo man ebenfalls gut mithielt, aber im dritten Viertel einschlief, um die Partie endgültig aus der Hand zu geben. Auch gegen München lief zum Beginn des dritten Viertels nichts. Zwar erzielte Thomas Becker im ersten Angriff den zwischenzeitlichen Ausgleich, aber die 99ers konnten in den folgenden sieben Minuten überhaupt keine Punkte erzielen. Dahingegen baute München seinen Vorsprung auf 12 Punkte aus.
Nach einem frustrierenden dritten Viertel mussten die 99ers nun ein Zeichen setzen. Der USC München kämpfte zu Beginn mit Turnovern und die 99ers machten gehörig Druck. Fünf Minuten vor Schluss hatten die Kölner den Vorsprung der Münchener auf 5 Punkte verkürzt. Es schien so als könnten die 99ers die Stimmung der Partie zu ihren Gunsten drehen. Doch die Münchener fingen sich und spielten die Kölner Defense clever aus.
Damit haben sich die 99ers wohl bereits am achten Spieltag aus dem Rennen um die Playoffs verabschiedet. Die vierte Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten wird wohl zu viel gewesen sein, um wirklich ein Wort mitreden zu können. „Das Team ist noch im Lernprozess. Diese Prozesse brauchen Zeit und die geben wir uns auch.
Das Ziel sollte es sein, in den nächsten 2-3 Jahren nachhaltige Arbeit zu leisten, damit man auch das langfristige Ziel Playoffs erreichen kann. Dass das nicht von heute auf morgen geht, versteht sich von selbst“, äußerte sich Manager Sedat Özbicerler nach dem Spiel. Am kommenden Wochenende geht es wiedermal zu Hause gegen den Tabellenzweiten aus Zwickau. Da möchten die 99ers ihr Bestes tun, um zu Hause ungeschlagen zu bleiben.