Erfurt (BS-News) – Noch vor Kurzem wurden die wenigen Mädchen die sich für den Sport Fußball interessierten in die einzelnen Jungen Mannschaften gesteckt, da es zu wenige Anmeldungen gab. Es konnte somit selten eine reine Mädchenmannschaft gegründet werden. Das ist nun komplett überholt und es ist auch gut so. 

 

Natürlich gibt es in kleineren Orten oder ländlichen Gegenden auch noch gemischte Fußballmannschaften, aber es ist nicht mehr undenkbar, dass es auch reine Mädchenmannschaften gibt, sobald genug Anmeldungen vorliegen. Und die Anmeldungen werden immer mehr!

Auch in den Schulen hat man bereits gemerkt, dass Mädchenfußball in Mode gekommen ist und inzwischen starten die Mädchenmannschaften auch bei den unterschiedlichen Turnieren und spielen gegen Jungsmannschaften. Es werden in den Schulen AG’s gegründet, die sich zusätzlich zum normalen Sportunterricht mit Mädchenfußball beschäftigen. Trotzdem spielen Mädchen natürlich noch weiterhin mit Ihren Puppen.

Früher galt es als unästhetisch, wenn Mädchen oder Frauen sich dem runden Leder zugewandt haben. Frauen wurden belächelt, wenn sie sich über Fußball unterhielten und man unterstellte jeder Frau, dass sie die Abseitsregel nicht kennt. Im heutigen Zeitalter ist dies zum Glück ein alter Zopf! Die modernen Mädchen können, ganz ohne gegen Vorurteile ankämpfen zu müssen, sich ihrem Lieblingssport widmen. Und das wichtigste ist, sie bekommen auch Applaus für ihren Erfolg!

Was die Ausrüstung angeht, unterscheidet man nicht zwischen Mädchen und Jungs. Die Trikots und Hosen sind Unisex geschnitten, die Stutzen und Schienbeinschoner gibt es sowieso in normalen Größen und auch es ein weitverbreiteter Irrtum, dass Stutzen oder Schienbeinschoner für Mädchen unbedingt rosa sein müssen!

Auch die Einstellung der Eltern hat sich gründlich geändert. Früher gab es Fußball für Jungs und den Reitsport oder den Ballettunterricht für die Mädchen. In der heutigen Zeit ist es für moderne Eltern selbstverständlich, auch ihre Töchter zum Fußballtraining zu bringen und beim Punktspiel an der Seitenlinie zu stehen und der Tochter die Daumen zu drücken.