Der Deutsche Rollstuhlbasketball trauert um Roland Geggus

von cloudmarketing | 24. Oktober 2011 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Wetzlar (Behindertensport-News.de) – Der deutsche Rollstuhlbasketball hat einen guten und treuen Freund verloren. In der vergangenen Woche verstarb vollkommen überraschend DBB-Ehrenpräsident Roland Geggus im Alter von nur 62 Jahren in seiner badischen Heimat. Dem gebürtigen Pfinztaler, der als Pädagoge in einer Schule für sehbehinderte Kinder im Großraum Karlsruhe tätig war, lag stets der Behindertensport und vor allem der Rollstuhlbasketball am Herzen.

Roland Geggus führte den Deutschen Basketball Bund von 1994 bis 2006 als Präsident und wurde nach der Amtsübergabe an seinen Nachfolger Ingo Weiss zum DBB-Ehrenpräsident gewählt. Neben seinen zahlreichen Aktivitäten im Bereich Damen- sowie Beach- und Streetbasketball war Roland Geggus aber vor allem auch Rollstuhlbasketball-Fan und ein enger Freund der Sportart.

In seine Amtszeit als DBB-Präsident fiel so auch das erste Kooperationsabkommen zwischen seinem Verband und dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS). 2007 war er Botschafter der Rollstuhlbasketball-EM in Wetzlar und über die gesamte Veranstaltungsdauer Gast bei seinen Freunden. In den letzten Jahren war er eng mit der bundesweiten Try Out Serie von Jutta Retzer und dem ING-DiBa Projekt „Talente mit Perspektive“ verbunden, in dessen Finalturnier in Wetzlar traditionell auch die deutsche Junioren-Nationalmannschaft eingebunden war. Auch privat war der DBB-Ehrenpräsident gern gesehener Gast in den deutschen Rollstuhlbasketball-Sporthallen. 2006 wurde Roland Geggus auf Grund seines immensen Engagements für den deutschen Basketball mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Wir sind tief bestürzt über den plötzlichen Tod von Roland Geggus und haben mit ihm einen wahren Freund des Rollstuhlbasketballs verloren. Er war ein Mensch der Visionen besaß und dabei auch stets die gesamte Gesellschaft im Auge hatte. Unsere Gedanken sind in diesen Stunden bei seiner Familie“, so DRS-Vorsitzender Ulf Mehrens zu dem schmerzlichen Verlust.

(Andreas Joneck)