Köln (Behindertensport-News.de) – Nach dem Sieg vergangenes Wochenende,  könnten sich die 99ers mit einem Sieg in Hessen weiterhin in der oberen Tabellenhälfte wiederfinden. Motiviert sind die Kölner, die die Niederlage beim eigens ausgetragenen „Top End Challenge 2011“ wiedergutmachen möchten.

Die Frankfurter haben sich in der Sommerpause u.a. mit Benjamin Lenatz von Augsburg und der deutschen Nationalspielerin Maria Kühn verstärkt. Neben den beiden Neuzugängen verfügen die Skywheelers über eine Reihe starker deutscher Nationalspieler. Die Frankfurter gehören in dieser Saison mit Sicherheit zu den Topvereinen, die um die Playoffplätze kämpfen und mit ihrer Routine und Eingespieltheit haben sie mit Sicherheit sehr gute Vorrausetzungen das Ziel „Playoffs 2012“ zu erreichen.

Garanten für den Erfolg sind hier auch altbekannte Gesichter: Sebastian Wolk, der Lenker auf dem Spielfeld ist mit 22,0 Punkte pro Spiel der viertbeste Scorer der bisherigen Saison und mit Andreas Kress (17,0 Pkt./Sp.) verfügen die Skywheelers über einen weiteren Top10 Scorer der RBBL. In der ersten Partie der Saison konnten die Hessen überzeugen und den Liganeuling aus Salzburg mit 84:54 in die Schranken weisen.

Der deutliche Sieg gegen Salzburg und der dominante Auftritt eine Woche vor Saisonbeginn  bei der „Top End Challenge 2011“ ließen vermuten, dass die Frankfurter diese Saison ganz stark auftreten würden. Die Skywheelers blieben jedoch am vergangenen Wochenende im Duell mit dem aktuellen deutschen Meister hinter ihren eigenen Erwartungen zurück und mussten eine unerwartet deutliche 71:38 Niederlage einstecken. Lediglich im dritten Viertel zeigte Frankfurt eine solide Leistung als sie mit 15:12 das Viertel für sich entschieden.

Die Kölner befinden sich momentan noch in der Findungsphase. Nach bisher durchwachsenen Leistungen, vor allem in der Defense, wird sich am kommenden Wochenende zeigen, ob sich die Mannschaft weiterentwickeln konnte. Unbegründet waren die unnötige Niederlage gegen Trier und der nur knappe Sieg gegen Thüringen jedoch nicht. Die knappe Saisonvorbereitung bedingt durch viele Neuzugänge und EM-Teilnehmer zwingt die 99ers dazu sich in den ersten Wettkampfwochen aufeinander abzustimmen.

Trotz dieser Schwierigkeiten zeigten die 99ers in den beiden ersten Spielen vielversprechende Offensivaktionen und müssen sich gegen den Ligakonkurrenten aus Frankfurt keineswegs verstecken. Mit Thomas Becker, Mustafa Korkmaz und Marina Mohnen verfügen die 99ers über 3 gefährliche Schützen, die sich sowohl unter dem Korb als auch an der Dreierlinie zu helfen wissen. Mit Jaap Smid, Frederic Jäntsch und Lars Bergenthal besitzen die 99ers drei weitere Spieler, die in den Spielen ihre Offensivqualitäten – auch von der Bank – unter Beweis gestellt haben.

Wie so oft wird es auf die defensiven Qualitäten am Spieltag ankommen. Auch die Frankfurter kritisierten selbst ihre Defense im letzten Spiel. Die Frage wird sein, welche Mannschaft besser auf den anderen eingestellt sein wird und welche Mannschaft bereit ist mannschaftlich geschlossen zu verteidigen.

(Oliver Junggeburth)