11. Int. Heidelberger Rollstuhlmarathon startet im Oktober

von cloudmarketing | 8. September 2011 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Heidelberg (Behindertensport-News.de) – die Sanierung des Streckenabschnitts zwischen Heidelberg und dem Stadtteil Ziegelhausen machte die Verschiebung des traditionsreichen Rollimarathons, der normalerweise alle zwei Jahre im Juli stattfindet, notwendig. Und so sieht der Organisationschef des Heidelberger Rollstuhlmarathons, Joachim Schermuly, den Rollimarathon mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Auf der einen Seite freuen wir uns über den neuen Fahrbahnbelag auf der Strecke, der das Rennen noch schneller und rasanter werden lässt, auf der anderen Seite haben wir eben das Risiko mit dem Herbstwetter“. Also heißt es Daumen drücken und hoffen darauf, dass Petrus ein Freund des Behindertensports ist.

Knapp 300 Athleten aus aller Welt (Stand: Ende August) haben sich schon für den Heidelberger Maxi-Marathon angemeldet, darunter neben den deutschen Spitzenfahrern unter anderem auch Sportler aus Belgien, Großbritannien, Namibia, Schweden, der Slowakei, Tschechien und Ungarn. „Maxi“ deshalb, weil die Rollstuhlathleten in ihren schnittigen Rennbikes oder den alltagstauglichen Anklemm-Bikes den Rundkurs zwischen Heidelberg und Neckargemünd zweimal umrunden. Dies ergibt vom Start- und Zielbereich in der Heidelberger Uferstraße aus eine Distanz von rund 46 Kilometer.

Die klassische Marathon-Marke von 42,195km liegt (mit einer separaten Zeitmessung!) am nördlichen Neckarufer zwischen der Alten Brücke und dem Stadtteil Ziegelhausen. Gleich fünf Athleten hatten bei der letzten Ausgabe des Rollimarathons im Jahr 2009 die Zeitmessung an der Marathondistanz in etwas über einer Stunde passiert, möglich, dass durch den neuen glatten Straßenbelag in diesem Jahr die Stundenmarke erstmals geknackt wird. Neben den Spitzenfahrern der Rennszene sind beim Heidelberger Rollstuhlmarathon auch die Breiten- und Hobbysportler mit ihren Sportgeräten herzlich willkommen. Außerdem werden auch die Kinder und Jugendlichen wieder in einem eigenen Nachwuchsrennen („Mobifantencup“) an den Start gehen. Und nicht zu vergessen die Inline-Skater, die ebenfalls die für den Autoverkehr halbseitig gesperrte Strecke entlang des Neckars für ihr Rennen nutzen.

Im Vorfeld des Marathons setzt das Organisationsteam um Joachim Schermuly auf Bewährtes. Am Samstag vor dem Rennen können sich die Fahrer bei der Nudelparty auf dem SRH-Gelände in Heidelberg-Wieblingen mit den nötigen Kohlehydraten versorgen, die Band „Alien Brainsuckers“ sorgt für die musikalische „Verdauung“. Insofern ist nur der Herbsttermin im Oktober neu beim 11. Internationalen Rollstuhlmarathon in Heidelberg, das Rennen und das bunte Treiben vor und nach dem Start im Start- und Zielbereich an der Neckarwiese sind altbekannt.

Auch in Neckargemünd wird der Marathon auf und an der Strecke gefeiert. Auf die schnellsten Fahrer wartet eine Sprintwertung („Schwalbe-Sprinter-Cup“), die Zuschauer am Streckenrand können unter anderem mit Hilfe einer Radar-Messung sehen, wie schnell die Fahrer in ihren modernen Rennbikes tatsächlich unterwegs sind – Geschwindigkeiten von über 50 km/h sind keine Seltenheit. Und damit dürften einige Rolliathleten an diesem Rennsonntag schneller unterwegs sein als der ein oder andere Autofahrer, denn durch die Sperrung der jeweils zum Neckar hin liegenden Fahrspur auf beiden Seiten des Flusses kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Der Verkehr fließt stadtauswärts (Richtung Neckargemünd) am südlichen Neckarufer, stadteinwärts (Richtung Heidelberg) am nördlichen Neckarufer. Die Polizei bittet die Autofahrer, das Neckartal an diesem Sonntagvormittag zu umfahren. Vorfahrt haben dagegen die Rollstuhlathleten am Sonntag, 9. Oktober! Ab 11 Uhr gehen sie auf die Strecke des Heidelberger Rolstuhlmarathons – fehlt nur noch der Wettersegen von Petrus!

 

 

(DRS)