Erfurt (BS-News) – Damit setzt sich die Tradition auch im nationalen Wettbewerb fort, den Fußball liebevoll mit einem Namen zu versehen. Denn zu Weltmeisterschaften ist es schon viele Jahre gang und gäbe, das wichtigste Spielgerät des beliebtesten Sports der Welt zu taufen. Den Anfang machte die WM 1958 in Schweden, als der „Top Star“ das Licht der Welt erblickte.

Beim Sommermärchen 2006 in Deutschland hörte der Ball auf den Namen „+Teamgeist“, in Spanien 1984 oder Mexiko 1988 war das Gastgeberland in der Namensgebung sofort zu erkennen: „Tango Espana“ und „Azteca Mexico“ erblickten das Licht der Welt. Was sich die „Eltern“ von „Mr. Crack“ allerdings im Rahmen der WM 1962 in Chile gedacht haben, ist nicht überliefert.

Für viel Aufsehen und Wirbel sorgte 2010 der „Jabulani“ in Südafrika, dessen unberechenbare Flugeigenschaften so manchen Keeper alt aussehen ließ und so manchen vermeintlichen Patzer provozierte. Spätestens jetzt war auch jedem Nostalgiker klar: Die Zeiten, in denen noch das runde Leder rollte, sind lange vorbei. Die „Plastik-Pillen“ regieren längst auf dem grünen Rasen.

Auch wenn sich England gerne als Mutterland des Fußballs feiern lässt, so wurden mit Lederbälle bereits in Zeiten vor Christi Geburt dem Fußball sehr ähnliche Spiele ausgetragen. Zunächst noch mit Tierhaaren und Federn gefüllt, machte dieses Sportgerät schnell dem mit Luft gefüllten Fußball Platz. In den 30er-Jahren kam dann erstmals eine Blase im Ball samt Ventil zum Einsatz. Trotzdem machte dies den Kick mit dem Fußball nicht unbedingt schon angenehmer, denn bei Regen sog das Leder Wasser auf, der Ball wurde oft steinhart.

Mit dem „Azteca Mexico“ hielt die vollsynthetische Variante 1986 Einzug und löste den klassischen Lederball mit seinen mittlerweile zwölf Fünf- und 20 Sechsecken ab. Damit hatte auch der Regen keine Chance mehr, zumal heutzutage die Nähte geklebt werden.

Fußballmannschaften benötigen natürlich ständig einen neuen Trikotsatz und wollen Fußbälle günstig kaufen.