St. Catharines (Behindertensport-News.de) – Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Juniorinnen hat bei der U25-Weltmeisterschaft in Kanada das Spiel um Platz fünf verloren und musste sich dabei Japan nach einer dramatischen Schlussphase hauchdünn mit 51:53 geschlagen geben. Beste Spielerin im deutschen Trikot war einmal mehr die Essenerin Mareike Adermann. Den Weltmeistertitel sicherte sich unterdessen das US-Team, das im Endspiel Australien überraschend klar mit 66:39 bezwang, Bronze ging an Großbritannien durch einen 62:42-Erfolg über Gastgeber Kanada.
Japan – Deutschland 53:51 (15:9/23:27/36:39)
Das Team aus Fernost und die deutsche Vertretung lieferten sich zum Abschluss der WM in der Bob Davis Arena von St. Catharines / Ontario kein Spiel für schwache Nerven. Zunächst verschlief die Mannschaft von Bundestrainerin Heidi Kirste den Auftakt, lag nach einem klassischen Fehlstart bereits mit 0:9 (3.) zurück, ehe Annabel Breuer den Korbreigen auch für Deutschland eröffnete. Diesem Rückstand lief das Team Germany bis zur 13. Spielminute beim 12:19 hinterher, ehe das Spiel zu kippen schien. Dank einer nun deutlich besser stehenden Defensive drehte sich binnen fünf Minuten das Blatt zum 24:19 (18.) durch Topscorerin Mareike Adermann.
Nun liefen die Japanerinnen wiederum diesem Rückstand hinterher, nahmen diesen mit in die Pause und konnten ihn auch im dritten Spielviertel nicht egalisieren. So wähnten die Zuschauer die deutsche U25-Auswahl beim 44:38 (34.) bereits auf der Siegerstraße, ehe die Asiatinnen zum Endspurt ansetzten und 52 Sekunden vor der Schlusssirene sogar mit 51:49 erstmals wieder in Front lagen. Zwar konnte Maya Lindholm 17 Sekunden später noch einmal ausgleichen, doch nur zwei Sekunden vor dem Ende war es erneut Japans überragende Spielerin Mari Amimoto, die den Siegtreffer für das Land der aufgehenden Sonne erzielen konnte.
Japan: Mari Amimoto (27), Moe Uchimi (15), Mayo Hagino (7), Chihiro Kitada (4), Midori Ikeno, Yui Kitama, Haruka Tsuchitana, Hiroko Bamba (n.e.).
Deutschland: Mareike Adermann (29, University of Wisconsin, USA), Maya Lindholm (13, Hamburger SV), Annabel Breuer (8, Ulmer Sabres), Linda Dahle (1, Köln 99ers), Anna Gerwinat (RSC Berlin), Eva Feldbauer (n.e., Dragon Wheelers), Luca Fischer (n.e., RSV Bayreuth), Laura Fürst (n.e., USC München), Helene Harnisch (n.e., USC München), Lena Ludewigt (n.e., Köln 99ers), Andrea Seyrl (n.e., Achim Lions).
(Andreas Joneck)