London (BS-News) Sabine Katharina Lisiki … ein Name, den man sich merken muss. Denn der erst 21 Jahre alten Sportlerin aus Troisdorf mit Wohnort in Florida ist historisches gelungen. 12 Jahre nach den Erfolgen von Steffi Graf war sie die erste, die wieder einmal ins Halbfinale von Wimbledon einziehen konnte. Ihren 62 Platz in der Weltrangliste kann sie als Vergangenheit ansehen, ihr Preisgeldkonto stieg allein durch den Einzug in die Vorschlussrunde massiv an. Werbeverträge sollten dem blonden Tennisstar aus Deutschland damit sicher sein. Löst Lisicki gemeinsam mit Andrea Petkovic und Julia Görges damit einen neuerlichen Tennisboom in Deutschland aus?
Ihre Gegnerin im Viertelfinale war keine Geringere als die 9. der Weltrangliste Marion Bartoli, 27 Jahre alt und aus Frankreich.Den ersten Satz gewann Lisicki mit 6:4. Im Zweiten war die Deutsche erst einmal im Rückstand, konnte dann das Rennen jedoch noch für sich entscheiden. 6:7 und 6:1 lautete das Ergebnisam Ende. Lisicki konnte den Tie-Break des zweiten Satzes nicht für sich entscheiden, musste in den dritten Satz, densie klar für sich entscheiden konnte. Ein wahrer Freudentaumel begann. Die Troisdorferin erlebt das wahre Tennisglück.
Mit einer Wildcard ist Lisicki ins Turnier gestartet. Erst einmal in 125 Jahren Tennis in Wimbledon gelang es jemandem, der mit Wildcard ins Turnier kam, die Vorschlussrunde zu erreichen. Lisicki ist deshalb auch hin und weg: „Ein tolles Gefühl“, sagte Lisicki, die mit dem Turniersieg in Birmingham nun schon zehn Spiele hintereinander auf Rasen gewonnen hat. “ Vor der Rasen-Saison wusste ich nicht, wo ich stehe, und jetzt bin ich im Halbfinale.“
Wimbledon scheint der 21-Jährigen Glück zu bringen, denn bereits im letzten Jahr gelang es der jungen Spielerin, ins Viertelfinale einzuziehen, scheiterte damals an der routinierten Dinara Safina. Inzwischen konnte Sabine Lisicki, die in Florida lebt und trainiert, selbst jedoch einiges an zusätzlicher Erfahrung gewinnen. Angst vor großen Namen hatte sie daher nicht, auch wenn Bartoli bei den French Open im Endspiel stand und in der WTA-Rangliste deutlich vor Lisicki steht … noch. Denn das könnte sich schon bald ändern, der Aufstieg ist unaufhörlich.
Das Duell gegen Bartoli hegte Erinnerungen: 2008 gab es schon einmal ein Aufeinandertreffen in Wimbledon. Damals – bei ihrem ersten Auftritt bei Englands Rasenturnier – verlor Lisicki noch in zwei Sätzen. Druck machte sie sich trotzdem keinen. Vielmehr genoss die junge Tennisspielerin jede Minute auf dem Platz. Vermutlich war das auch ihr Erfolgsgarant. Vielleicht ist das auch ein gutes Omen bereits für 2012. Denn da finden die Olympischen Sommerspiele in London statt. Das Tennisturnier soll auf dem Gelände in Wimbledon ausgetragen werden.
