IPC-Schwimm-EM 2011: Medaillenregen über Berlin für Deutsche Schwimmer

von cloudmarketing | 7. Juli 2011 | Behindertensport | 0 Kommentare

Berlin (Behindertensport-News.de) – Den Medaillenregen des Berliner Schwimmteams vom PSC Berlin eröffnete am fünften Wettkampftag der IPC-Schwimm-Europameisterschaft 2011 in Berlin Niels Grunenberg mit Gold über 100m Brust der Startklasse SB5. Damit verwies er den schwedischen Topfavoriten Anders Olsson auf Rang 2, Dritter wurde der Spanier Ricardo Ten. Vereinskamerad Thomas Grimm belegte in diesem hochklassigen Rennen Platz 4.

„Noch fehlen mir die Worte“, sagte Niels Grunenberg nach der Siegerehrung. „Aber was mir als erstes einfällt ist, dass ich sehr stolz bin. Und ich wusste aufgrund meines harten Trainings, dass ich, wenn ich an Olsson auf die letzten 50 Meter dran bleibe, ihn schlagen kann. Man merkt es, wenn man den Gegner einholt. Dann werden nochmal Kräfte mobilisiert, dann fliegt man sozusagen vorbei, und dann ist das Rennen auch schon zu Ende.“

Fünfter Tag, fünftes Finale, fünfte Medaille. Daniela Schulte, die 29-jährige blinde Mutter von Zwillingen vom Berliner Schwimmteam/PSC Berlin hat es wieder einmal zu Gold gebracht: Im Endlauf über 100m Schmetterling in der Starklasse S11 hat sie sich das dritte Gold bei dieser EM in 1:24,63 erschwommen. „Erwartet habe ich diese 3 Goldmedaillen nicht. Bei der Siegerehrung herrscht dann innerlich doch eine Riesenfreude über das, was ich geschafft habe. Manchmal denke ich dann aber auch schon an den nächsten Wettkampf, manchmal singe ich auch die Hymne mit und genieße einfach nur den Augenblick“, so Daniela Schulte im Gespräch mit BSB Geschäftsführer Klaas Brose.

Im letzten Sprint des Tages der Männer über 50m Freistil gab es dann noch Silber für Lokalmatador Lucas Ludwig, der sich nur dem Spanier David Levecq geschlagen geben musste. Dritter wurde Graham Edmunds aus Großbritannien.

Weiteres Gold für das deutsche Team gab es für Maike Naomi Schnittger über 400m Freistil S12, Stefanie Weinberg über 100m Schmetterling S8 und Kirsten Bruhn über 100m Brust SB5.

Eine Dreiviertelstunde nach Ihrer Goldmedaille holte Kirsten Bruhn auch noch Silber über 100m Rücken. Für sie war es sehr hart, zwei Rennen in so kurzer Zeit zu schwimmen, betonte Kirsten Bruhn. „Es war sehr eng mit der Silbermedaille, aber ich bin jetzt sehr happy. Und was es bedeutet für Menschen mit Handicap ist glaube ich sehr klar“, so Kirsten Bruhn weiter. „Nicht aufgeben, immer schön weiter machen. Die Anstrengung hat sich gelohnt, das sind Highlights im Leben, die vergisst man nie.“

Im letzten Rennen des Tages, der 4x50m Lagenstaffel belegten die deutschen Frauen mit Annke Conradi (SC Regensburg), Kirsten Bruhn (PSV Union Neumünster), Christiane Reppe (Berliner/Schwimmteam/PSC Berlin) und Vera Thamm (TSV Bayer Leverkusen) Rang 4. Europameisterinnen wurden die Frauen aus der Ukraine vor Ungarn und Spanien.

Mit dem Goldregen von heute hat sich das deutsche Team nun mit 7 x Gold, 9 x Silber und 7 x Bronze von Rang 8 auf Rang 5 des Medaillenspiegels hochkatapultiert. Es führt die Ukraine vor Großbritannien und Spanien.

(BSB)