Erfurt (BS-News) – Dass der NBA-Star für die deutsche Nationalmannschaft spielen wird, scheitert wahrscheinlich schon an der Freigabe durch seinen Club Dallas Mavericks. Der neue Bundestrainer der deutschen Basketball-Herren, Frank Menz, zählt nicht auf Dirk Nowitzki in der Vorbereitung auf die EM 2013 im September. „Wir werden unser Konzept nicht daran ausrichten, wer vielleicht dabei sein wird“, erklärte der 48-Jährige dem SID. Die Chance, dass Nowitzki kurzfristig doch noch bei der EM dem deutschen Kader zur Verfügung steht, ist ohnehin gering. Der NBA-Legionär hatte noch im Dezember erklärt, dass er keine Freigabe von seinem Club Dallas Mavericks erhalten werde.
Trotzdem will Menz, der Anfang Dezember die Nachfolge des Serben Svetislav Pesic beim Deutschen Basketball Bund angetreten hatte, das Gespräch zu Nowitzki und dessen Teamkollegen Chris Kaman suchen. Doch der DBB-Coach sieht hierfür keine Eile. „Wir haben uns in der Vergangenheit erst mit den NBA-Stars unterhalten, wenn deren Saison vorbei ist“, sagte Menz: „Von daher kann man nicht so viel dazu sagen.“
In den ersten Wochen der Saison war Nowitzki nach einer Knie-Operation lange ausgefallen. Der 34-Jährige bezweifelt deshalb, dass er bei der EM dabei sein kann. „Ich habe natürlich nicht gedacht, dass ich 25 bis 30 Spiele der Saison verpasse. Von daher wird mir Mark Cuban natürlich nicht erlauben, nächsten Sommer da irgendwie rumzuhüpfen“, hatte der Würzburger vor wenigen Wochen erklärt. Mavs-Besitzer Mark Cuban hatte die Teilnahme des deutschen NBA-Stars an der Europameisterschaft jedoch bereits vor dessen Verletzungsausfall ausgeschlossen.
Nowitzki selbst kommt nach seiner Genesung immer besser in Schwung. Zum ersten Mal konnte der Würzburger wieder 20 Punkte im Spiel gegen die Utah Jazz für die Mavs erzielen und wurde zum Topscorer seiner Mannschaft gekürt. Trotz seiner starken Leistung verlor Dallas mit 94:100. Damit müssen die Mavericks nach der 22 Saisonniederlage als Viertletzter der Western Conference um den Einzug in die Play-Offs bangen. Auch bei Basketball Wettnachrichten werden die Texaner nicht für das Weiterkommen favorisiert. Das wäre das erste Mal seit 13 Jahren, dass der NBA-Champion von 2011 die Endrunde verpasst.
