UCI Paracycling Weltcup Rom – Österreicher zeigen Stärke

von cloudmarketing | 3. Juni 2012 | Behindertensport | 0 Kommentare

Rom (Behindertensport-News.de) -Das Einzelzeitfahren fand an Roms Küste in Ostia auf einem flachen Kurs statt. Das Straßenrennen im Zentrum Roms war wegen des technisch anspruchsvollen und hügeligen Kurses für jeden Fahrer eine große Herausforderung. Für die besten Ergebnisse der Österreicher sorgten Walter Ablinger (Klasse MH2) und Wolfgang Eibeck (Klasse MC5) mit jeweils einem dritten Platz.

Handbike:   

Für unser bestes Ergebnis sorgte Walter Ablinger (MH2) mit einem 3. Platz im Einzelzeitfahren und 4. Platz im Straßenrennen. Die Leistungsdichte in dieser Klasse wird deutlich sichtbar wenn man die Podestplätze der beiden Rennen vergleicht: Vittorio Podesta (ITA) landet als Sieger des EZF im Straßenrennen auf dem 9. Platz und David Franek (FRA) wird als Sieger des Straßenrennens im EZF Fünfter. Nur der Doppelweltmeister Jean-Marc Berset (SUI) landete 2 Mal am Podest (2. im EZF und 3. im Straßenrennen). 

Elmar Sternath (MH3) verpasste mit dem 5. Platz im EZF mit nur geringem Zeitrückstand einen Platz am Podest und erreichte im Straßenrennen nach 60km und einer Fahrzeit von 2 Stunden das Ziel am 9. Platz. Absoluter MH3 Sieger des Weltcups in Rom ist der Pole Rafal Wilk mit seinem Sieg im Zeitfahren und 2. Platz im Straßenrennen hinter dem Sieger Mark Ledo (CAN).

Trotz seiner Verdauungsprobleme konnte Wolfgang Schattauer in der Tetraklasse MH1 die Zeitrückstände in Bezug auf seine Gegner in Grenzen halten und  den 7. Platz im EZF und dem 5. Platz im Straßenrennen einfahren. Den Sieg im Einzelzeitfahren holte sich Weltmeister Mark Rohan (IRL) und im Straßenrennen Christophe Hindricq (BEL).

Großes Pech hatte Christoph Etzlstorfer (MH1). Er kam im Laufe des Straßenrennens immer besser in Fahrt und lag bereits in guter Position im Rennen bis ihm die Befestigung für Bremse und Schaltung gebrochen war und somit das Rennen nicht zu Ende fahren konnte. Er wurde schließlich auf dem 10. Rang gewertet, was ihm immerhin 6 Weltranglistenpunkte einbrachte. Beim Einzelzeitfahren kam er wegen eines Plattens nicht ins Ziel. 

Überhaupt nicht nach Wunsch gelaufen ist es für Manfred Putz (MH2). Im Zeitfahren wegen eines Plattens am Vorderrad aussichtslos auf den 14. Platz zurückgeworfen, erging es ihm im Straßenrennen nicht besser. Bei einem Anstieg den Kontakt zur Führungsgruppe bereits verloren, riskierte er bei der Aufholjagd in einer Kurve zu viel und stürzte. Er konnte das Rennen zu Ende fahren, musste aber punktelos die Heimreise antreten. 

Nicht besser erging es Klaus Dolleschal (MH3). 

Er musste im Einzelzeitfahren auf die gewohnte Rennkleidung verzichten, nachdem sein Koffer in Rom nicht rechtzeitig angekommen war. Mit einem Rückstand von 2 Min. 17 Sek.auf den Sieger landete er auf dem 17. Platz. Im Straßenrennen musste er mit Bauchkrämpfen aufgeben. Wieder zu Hause wurde eine Blinddarminfektion diagnostiziert und musste unter das Messer.   

TEAM Relay

Beim abschließenden Team Relay erreichte Österreichs Team mit Walter, Wolfgang und Elmar nur den 6. und letzten Platz. Der 1. und 2. Platz ging an die Favoriten USA und Italien.

Rennrad: 

Bei den Rennrädern wurde die Qualifikation für die Paralympics abgeschlossen. Auch in diesen Klassen war die Weltelite fast vollständig vertreten. 

Mit seinem 3. Platz im Einzelzeitfahren und 5. Platz im Straßenrennen zeigte Wolfgang Eibeck (MC5) eine Leistung von Weltklasse und empfahl sich eindeutig für London.

Das gleiche gilt für Manfred Gattringer (MC4), der im Einzelzeitfahren mit seinem 5. Platz und nur geringem Zeitrückstand auf das Podest überzeugen konnte. Im Straßenrennen erwischte er keinen guten Tag und musste w.o. geben. 

Am Einsatz der C1 Fahrer Andy Zirkl und Georg Schwab hat es nicht gemangelt, jedoch gelang beiden kein zufriedenstellendes Ergebnis. Am besten lief es für sie noch im Zeitfahren, wo Georg den 7. und Andy den 8. Platz belegen und ihre Zeitrückstände in Grenzen halten konnten.

Anita Ruetz zeigte eine durchschnittliche aber gute Leistung mit  Platz 5 im Zeitfahren. Im Straßenrennen lief es leider nicht ganz nach Wunsch, aber bis zu den Paralympics ist noch genügend Zeit für Verbesserungen gegeben.

Dreirad:

Helmut Winterleitner zeigte auf der geraden Strecke im Einzelzeitfahren eine solide Leistung und fuhr auf den 5. Platz. Auf dem kurvigen Straßenkurs waren ihm einige Konkurrenten fahrtechnisch überlegen und er musste sich mit dem 8. Platz zufrieden geben. Auch die beiden Rennen in London werden ähnlich selektiv sein und Helmut wird sich entsprechend darauf einstellen müssen.

(Christian Peter / Ingrid Schattauer / ÖBSV)