IWAS World Cup Rollstuhlfechten Italien

von cloudmarketing | 24. Mai 2012 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Lonato del Garda (Behindertensport-News.de) – Simone Briese-Baetke aus Tauberbischofsheim gewann mit Silber und Bronze die einzigen Medaillen für Deutschland in Italien. Für die deutsche Delegation war es ein Auf und Ab. Für Zarife, Martinés, Steffen und Co. verlief der Weltcup durchwachsen.

Zarife und Martinés mussten gleich am ersten Wettkampftag mit dem Florett auf Trefferjagd gehen. Aus gesundheitlichen Gründen musste Disziplintrainer Säbel, Alexander Bondar, Martinés Budich vom Wettkampftag abmelden und so gingen Zarife Imeri, Simone Briese-Baetke, Bianca Penkwitz sowie Alexander Hümmer aus Würzburg an den Start. In der Vorrunde behielt Simone die weiße Weste und zog an Eins gesetzt in die KO-Runden ein. 

Sie kämpfte sich bis ins Halbfinale und musste sich dann der Italienerin Beatrice Vio mit 15:8 geschlagen geben. Zarife konnte zwei Siege für sich verbuchen und den Einzug in die KO-Runde. Dort traf sie auf die an Platz vier gesetzte Russin Evgeniya Sycheva. Imeri startete gut ins Gefecht und führte schnell mit 5:0. Doch Sycheva ließ nicht locker und kam bis auf einen Treffer heran. Dies beeindruckte die Rostockerin aber nicht und sie legte wieder zu und zog bis auf 13:7 davon. 

Dennoch schaffte es die junge Deutsche nicht, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Sycheva kam Punkt um Punkt heran und ging sogar mit 13:14 in Führung. Zarife konnte mit 14:14 zwar noch einmal ausgleichen hatte aber beim letzten und entscheidenden Treffer kein Glück und verlor das Gefecht denkbar knapp mit 14:15. Zarife Imeri kann trotzdem mit dem 13. Platz sehr zufrieden sein. Das war auch Trainer Alexander Bondar über die Leistung seines Schützlings. Bianca und Alexander belegten leider nur die hinteren Plätze.

Am zweiten Wettkampftag war dann der Degen an der Reihe. Hier griff der wieder genesene Martinés Budich und Steffen Nordmann sowie Simone ins Geschehen ein. Auch Bianca und Alexander bekamen eine weitere Chance sich zu beweisen. Für die deutsche Delegation war es ein rabenschwarzer Tag. Bis auf Simone konnte sich keiner der weiteren deutschen Fechter für die nächste Runde qualifizieren. Sie hielt die deutsche Fahne bis ins Finale hoch und musste sich dort der Polin Marta Makowska mit nur knapp 14:15 geschlagen geben.

Am dritten und letzten Wettkampftag hieß es für Steffen, dem einzigen männlichen deutschen Starter im Säbel, den gestrigen Tag zu vergessen und mit seiner Lieblingswaffe neu anzugreifen. Nordmann musste sich in der Vorrunde gegen starke Konkurrenz, Welt- und Europameister, durchsetzen. Diesmal zeigte sich der Rostocker wie ausgewechselt. Er schlug den Europameister Stefan Makowski mit 5:4 und konnte sich so für die KO-Runden qualifizieren. 

Zwar reichte es nur zu einem Sieg, trotzdem präsentierte sich der gebürtige Güstrower in einer starken Form und brachte einige seiner Gegner in arge Schwierigkeiten. Auch hatte er mehrmals unglückliche Entscheidungen der Kampfrichter gegen sich. Im ersten KO-Gefecht musste Nordmann gegen den starken Franzosen Ludovic Lemoine ran. Gleich von Beginn an hatte Nordmann große Probleme mit dem Franzosen. Er konnte sich im Laufe des Gefechtes nicht auf den Fechtstil seines Gegners einstellen und verlor das Gefecht deutlich mit 7:15.

Nach einem freien zweiten Wettkampftag, startete auch Zarife Imeri wieder, diesmal mit dem Säbel. Sie wechselte die Waffe und ficht seit Anfang 2012 mit der Hieb- und Stichwaffe. Unglaublich nervös startete Imeri in ihre Vorrundengefechte und konnte bei ihrem ersten internationalen Wettkampf mit der Waffe einen Sieg gegen die Polin Renata Burdon für sich verbuchen. Im anschließenden KO-Gefecht traf sie ebenfalls auf die Polin Burdon. 

Wie im Florett konnte sie schnell mit 5:0 in Führung gehen, den Vorsprung aber nicht halten und unterlag der Polin 6:15. Am Ende belegte sie den 6. Platz.

Trotz dieser Höhen und Tiefen ist Trainer Alexander Bondar zufrieden mit den Leistungen seiner Athleten. Ich konnte klar die Defizite sehen und jetzt gilt es, daran zu arbeiten, so Bondar!

(Steffen Nordmann)