Handbiker beim 29. Rhein-Ruhr-Marathon

von cloudmarketing | 15. Mai 2012 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Duisburg (Behindertensport-News.de) – (29. August bis 9. September in London) den Rhein-Ruhr Marathon nach Düsseldorf, Hamburg und Mannheim zum vierten Male als Gastgeber, gefolgt von Görlitz, Berlin und Köln. „Die Handbiker freuen sich sehr auf Duisburg, nicht zuletzt aufgrund des tollen Finishs in der MSV-Arena“, deutet für Stefan Voormans als einer der Trophy-Ansprechpartner vieles darauf hin, dass um 8 Uhr auf der Kruppstraße erneut ein attraktives Teilnehmerfeld zu begrüßen sein wird.

In den ersten Startreihen haben dann Hochleistungssportler Aufstellung genommen, Athleten, für die tägliches Training, Leistungsdiagnostik und winterliche Trainingslager im Mittelmeerraum oder den Kanaren Grundlagen dafür bilden, die Marathondistanz unter 70 Minuten zu absolvieren. Durchschnittlich 200 Watt-Power werden seitens der Top-Fahrer hierbei abgerufen, ein Wert, der deutlich unterstreicht, mit welcher Leistung die „kurbelnden Cracks“ unterwegs sind. Spätestens beim nächsten Belastungs-EKG auf dem Ergometer des Hausarztes mag man sich beim Versuch, mittels Beinkraft diese 200 Watt für zumindest einige Minuten durchzuhalten, wieder an die Handbiker erinnern. Das Begleitfahrzeug wird somit häufig die 50 km/h-Richtgeschwindigkeit auf Duisburger Stadtgebiet überschreiten, liegt doch das Durchschnittstempo der Spitzengruppe bei rund 38 km/h. 

In der Division H1.1 bzw. H1.2 fahren die Tetraplegiker, d. h. die Querschnittslähmung ist im Halswirbelbereich angesiedelt und alle vier Extremitäten (beide Arme bzw. Beine) sind betroffen. Die Athleten sind weniger bis gar nicht in der Lage die Antriebskurbel zu greifen, sondern „ziehen“ diese quasi nach vorn.

Für die in der Division H2 startenden Cracks, befindet sich der Querschnitt im Brustwirbelbereich. Mobilität im Oberkörper ist hier vorhanden und die Athleten sind in der Lage das Bike entsprechend greifend voranzutreiben. 

Die in der Division H3 beheimateten Athleten fahren die schnellsten Zeiten, weil deren Querschnitt sehr tief im Lendenwirbelbereich angesiedelt ist und insofern der Oberkörper viel Power auf die Kurbel ausüben kann. Auch Amputierte sind hier am Start. Mit dabei sind auch die Adaptiv-Bikes, bei denen es sich nicht um „Rennbikes aus einem Guss“ handelt, sondern der zweigeteilten Variante, bei der das Vorderrad mit Kettenantrieb und Kurbel an einen Rollstuhl angeflanscht ist. 

Die Unterstützung der Handbiker ist zugleich Gemeinschaftsprojekt, denn auch in diesem Jahr geht es für die „kurbelnden Cracks“ in den vorgenannten Wertungsklassen um die Cups von reha team West, dem Sanitätshaus Münch & Hahn und der BGU-Klinik Duisburg.

(reha team West / DRS)