Badminton: Deutsche haben gute Chancen auf EM-Medaillen

von cloudmarketing | 11. April 2012 | Sport | 0 Kommentare

Mülheim an der Ruhr (BS-News) – Nach der für den Deutschen Badminton-Verband (DBV) überaus erfolgreich verlaufenen Europameisterschaft für Herren- und für Damennationalmannschaften im Februar in Amsterdam, bei der die Spielerinnen den Titel gewannen und die Spieler die Silbermedaille, möchten die DBV- Asse auch von den Individual-Europameisterschaften in Schweden (16. bis 21. April 2012 in Karlskrona) Edelmetall mit nach Hause bringen.

Die Chancen, dass dies gelingt, sind groß: Zum einen zeigten die deutschen Badmintonspielerinnen und -spieler bei den Turnieren in jüngster Vergangenheit teils herausragende Leistungen. Darüber hinaus verfügt der DBV, bedingt durch die guten Platzierungen der Aktiven in der Weltrangliste aufgrund ihrer sehr erfreulichen Resultate über einen längeren Zeitraum, in allen Disziplinen über wenigstens einen Setzplatz. Im Hinblick auf die Medaillenvergabe bedeutet dies zweifelsohne einen kleinen Vorteil. Zudem gestaltet sich die Auslosung für die Athletinnen und Athleten aus Deutschland insgesamt zufriedenstellend. „Sie hätte besser sein können, aber auch schlechter“, meint DBV-Sportdirektor Martin Kranitz, gibt jedoch auch zu bedenken: „Man muss immer erst einmal spielen und alle Spielerinnen und Spieler müssen gesund und ohne Verletzung an den Start gehen können bzw. während des Turniers fit bleiben.“

2010, bei den bislang letzten Titelkämpfen dieser Art, holten Athletinnen und Athleten des DBV insgesamt drei Medaillen: Juliane Schenk gewann Silber im Dameneinzel, Marc Zwiebler Bronze im Herreneinzel und Michael Fuchs und Ingo Kindervater Bronze im Herrendoppel. Da auch diesmal bei den Individual-Europameisterschaften der dritte Platz nicht ausgespielt wird, sondern die unterlegenen Halbfinalisten beide die Bronzemedaille erhalten, haben alle Spielerinnen bzw. Spieler und Paarungen, die in die Vorschlussrunde einziehen, Edelmetall sicher.

Neuauflage des EM-Finals von 2010 denkbar

Aussichtsreichste Kandidatin im Hinblick auf einen Medaillengewinn bei der EM 2012 ist aus deutscher Sicht die Weltranglistenachte und WM-Dritte im Dameneinzel, Juliane Schenk. Bevor ihr vor zwei Jahren bei den kontinentalen Titelkämpfen der Einzug ins Finale gelang, holte die inzwischen 29-Jährige 2006 und 2008 bereits Bronze im Dameneinzel. 2010 unterlag Juliane Schenk im Endspiel in drei Sätzen der Dänin Tine Rasmussen (heute verheiratete Baun), die sich damit erstmals zur Europameisterin kürte.

Bei den Individual-Weltmeisterschaften 2011 in London gelang Juliane Schenk im Viertelfinale mit einem Zwei-Satz-Sieg die Revanche – wodurch sich die Sportsoldatin der Bundeswehr zum ersten Mal in ihrer Karriere als Einzelspielerin bei einem internationalen Großereignis Edelmetall sicherte. Bei den Individual-Europameisterschaften in Karlskrona gelten die Weltranglistensiebte Tine Baun als Nummer eins und Juliane Schenk als Nummer zwei der Setzliste als Top-Favoriten auf den Titelgewinn im Dameneinzel. Eine Neuauflage des Endspiels von vor zwei Jahren ist daher gut denkbar.

Auch in den anderen vier Disziplinen stehen die Chancen gut, dass Spielerinnen bzw. Spieler aus Deutschland bei der Vergabe der Medaillen eine Rolle spielen – wenngleich sie spätestens ab dem Viertelfinale mit ebenfalls sehr leistungsstarken Gegnern rechnen müssen. Top-Anwärter auf den Turniersieg sind jeweils Badmintonasse aus Dänemark, darunter im Herreneinzel der fünfmalige Europameister Peter Gade. In allen fünf Disziplinen haben Spielerinnen bzw. Spieler aus Dänemark Setzplatz eins inne.

(DBV)