RSV Lahn-Dill will gegen USC München in die Endspielserie einziehen

von cloudmarketing | 22. März 2012 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Wetzlar (Behindertensport-News.de) – Titelverteidiger RSV Lahn-Dill will am Samstag seine gute Ausgangsposition nutzen und mit einem Heimsieg gegen den Rekordmeister USC München in die „best-of-three“ Endspielserie um die deutsche Rollstuhlbasketball-Meisterschaft einziehen. Mit einem 13-Punkte-Polster aus dem 67:54-Erfolg an der Isar gehen die Rollis aus Mittelhessen dabei in das Rückspiel am Samstag um 16 Uhr in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle. „Der Vorsprung ist ok, wenn auch nicht luxuriös und natürlich sind wir nach der Heimpleite in der Liga gegen die Münchner gewarnt“, so RSV-Trainer Nicolai Zeltinger zur Ausgangsposition seiner Mannschaft.

Es war der 20. November des vergangenen Jahres, als der 14-malige Meister aus der bayrischen Landeshauptstadt mit einer bärenstarken Leistung exakt einen solchen Coup in Wetzlar landete, den der RSV Lahn-Dill am kommenden Samstag unbedingt verhindern muss. Damals siegten die Gäste mit 67:57 und beendeten damit eine Serie von 19 ungeschlagenen Monaten in der eigenen Halle. Trotz dieser Warnung geht der RSV mit dem Trumpf des Erfolges in Spiel eins als Favorit in das Duell am Samstag und will dieses nutzen, um im Kampf um die Titelverteidigung den nächsten wichtigen Schritt zu machen.

Gefährlichster Akteur im USC-Trikot ist zweifellos Benjamin Ryklin. Der 25-jährige Topscorer der Bayern rangiert hinter RBBL-Scharfschütze Dirk Passiwan aus Trier auf Rang zwei und hat auch am vergangenen Samstag im Hinspiel dem RSV das Leben schwer gemacht. Am Ende hatte Ryklin stolze 34 Punkte dem Gast aus Hessen eingeschenkt, was Trainer Nicolai Zeltinger bereits nach vier Minuten Spielzeit und einem 3:9-Rückstand zur ersten Auszeit zwang. Ryklin zur Seite stehen mit Nationalspieler Sebastian Magenheim und Ben Döring zwei weitere gefährliche Offensivwaffen sowie mit Neuzugang Nu Nguyen-Thi eine ehemalige deutsche Nationalspielerin.

„Der Vorteil ist, wir wissen wo die Gefahr lauert!“, sieht der 40-jährige Zeltinger genau darin jedoch auch den Vorteil, denn der deutsche Rekordmeister stellt zwar ein deutsches Spitzenteam dar, ist auf der anderen Seite in seiner Spielanlage aber personell durchaus ausrechenbar. Die Aufgabe für die beste Defensivreihe der Liga ist also klar umrissen: dem gefährlichen USC-Offensivtrio möglichst wenig Raum zur eigenen Entfaltung geben. Sollte dies dem Hauptrundenersten aus Wetzlar gelingen, stehen alle Türen in Richtung Endspielserie offen. Verzichten muss Coach Zeltinger am Samstag wie auch im restlichen Verlauf der Saison auf Center Felix Schell, der allerdings erstmals seit seiner Knie-Operation in Münster wieder einem Spiel beiwohnen kann.

Auf wenn der Endspielteilnehmer, egal ob München oder Lahn-Dill, in einem möglichen Finalduell trifft, steht ebenfalls noch in den Sternen. Im zweiten Semifinale muss RSV-Erzrivale RSC-Rollis Zwickau am Sonntag in eigener Halle eine hauchdünne 60:61-Niederlage in Thüringen umdrehen. Gegner RSB Team Thüringen, die Überraschungsmannschaft der Saison schlechthin, träumt dagegen davon, einer für einen Aufsteiger bereits unfassbaren Spielzeit, mit dem Finaleinzug die Krone aufzusetzen. Die „best-of-three“ Endspielserie startet nach dem Final Four um den DRS-Pokal am 31. März und 1. April in Wetzlar dann nach Ostern am 14. April.

(Andreas Joneck)