Rollstuhlbasketball: Andrew Flavell verlässt die Köln 99ers

von cloudmarketing | 16. März 2012 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Köln (Behindertensport-News.de) – Bei den 99ers feierte er seine größten Erfolge im letzten Jahr als er als Spieler-Trainer die Mannschaft ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft und ins Finale des André Vergauwen Cups führte. Doch der Anfang bei den heutigen 99ers, die damals noch unter der Flagge des RSC Köln am Wettbewerb teilnahmen, war steinig. Ein halbes Jahr nach seiner Ankunft in der Domstadt übernahm er das Ruder als Trainer als die 99ers sich in akuter Abstiegsnot befanden. 

Mit seiner jahrelangen Erfahrung konnte er dem Team damals viele neue Impulse geben und die Spieler weiterentwickeln. Doch sportlich lief es noch nicht rund in der Domstadt und der Abstieg konnte nicht abgewendet werden. Dank der Rückzieher der Mannschaften aus der zweiten Liga blieb Köln aber doch erstklassig und schaute seit dem nicht mehr zurück. In den folgenden Jahren wurde zwar immer wieder gegen den Abstieg gekämpft, aber immer konnten sich die 99ers auch sportlich in der Liga halten – was auch ein Verdienst von Andre Flavell war. Zahlreiche Spieler waren in diesen Jahren mit vielen Höhen und Tiefen sein Wegbegleiter. Vor 3 Jahren übernahm Andrew Flavell auch den Posten als Headcoach der 2. Mannschaft und konnte somit das Nachwuchskonzept der 99ers mitgestalten. 

Im vergangenen Jahr machten die 99ers einen großen Schritt und konnten u.a. mit der Verpflichtung von Patrick Anderson die beste Saison der Vereinsgeschichte hinlegen. Andrew Flavell fungierte dabei als Coach und Spieler und hatte einen großen Anteil am sportlichen Erfolg. In den sechs Jahren beim RBC bestritt er 102 Bundesligaspiele und ist somit auch Rekordspieler der 99ers. Auch abseits des Spielfeldes stand Andrew Flavell immer auch im Dienst der Mannschaft und brachte sich tatkräftig in das Vereinsleben ein.

Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Andrew Flavell für sein Engagement in Köln bedanken. Mit seinem spielerischen Können und seinem Einsatz hat er die 99ers zu einer festen Größe im deutschen Rollstuhlbasketball.

Kölsche Sportnaach:

Es ist soweit: Am kommenden Samstag wird das Geheimnis über Kölns Mannschaft des Jahres gelüftet. Mit dabei sind die Köln 99ers, die in der vergangenen Saison Sensationelles abliefern konnten. Mit dem Erreichen des Halbfinals um die deutschen Meisterschaft, wo man sich dem späteren Deutschen Meister RSV Lahn-Dill geschlagen geben musste, und dem Erreichen des Finales beim André Vergauwen Cup, wo man auf einen zu starken Gastgeber Besiktas Istanbul traf, konnten die 99ers ihre bisher erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte feiern.

Dass diese Leistung nun bei der „Kölschen Sportnaach“ noch zusätzlich von der Öffentlichkeit durch die Nominierung geehrt wird, ist für den RBC eine große Ehre. Die Nominierung bestätigt das wachsende Interesse an eine bisher in der Öffentlichkeit unterrepräsentierte Sportart und wir freuen uns sehr darüber, dass der RBC als einziger Vertreter einer Behindertensportart in der Kategorie „Mannschaft des Jahres“ den gesamten Behindertensport und die Sportart Rollstuhlbasketball im Raum Köln und Umgebung repräsentieren darf. Wir möchten uns bei der Jury für die Nominierung bedanken und bei allen, die für uns eine Stimme abgegeben haben. 

Auch bedanken möchten wir uns bei allen Spielern der vergangenen Saison, die diesen Erfolg

möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank geht also an: Patrick Anderson, Matthew Rollston, Serdar Antac, Marc Broeze und Walter Groen, die nicht mehr bei uns sind. Wir freuen uns sehr darauf den Abend mit Größen des Kölner Sports feiern zu dürfen. Die „Kölsche Sportnaach“ wird ab 19 Uhr auch Live von center.tv übertragen.

Zweite Mannschaft vor Wiederaufstieg

Nach dem Abstieg in der vergangenen Saison steht die zweite Mannschaft der 99ers kurz vor dem Wiederaufstieg in die zweite Liga. Das Team um Spieler-Trainer Michalis Stergiopoulos konnte bisher eine perfekte Serie hinlegen und steht ungeschlagen an der Spitze der Regionalliga West. Zwei Spiele vor Schluss heißt das, dass den 99ers den Platz in der Relegation so gut wie nicht zu nehmen ist. 

Am kommenden Wochenende finden die letzten Spiele gegen den UBC Münster und den Red Dogs Ostfriesland statt. Können die 99ers eines der Spiele gewinnen, steht die Teilnahme an der Relegation fest. In der Relegation trifft die Zweite dann auf Cottbus und Meppen, um den Aufstieg in die zweite Liga perfekt zu machen. Dabei spielen sie in einer Gruppe jeder gegen jeden. Die beiden Erstplatzierten steigen dann in die zweite Liga auf.

(Oliver H. Junggeburth)