Dr. Fritz Baumbach: Hörgeschädigte sind in ihrer geistigen Entwicklung zurück geblieben

von cloudmarketing | 5. März 2012 | Gehörlosensport | 0 Kommentare

Berlin (Behindertensport-News.de) – Ein Bundesverdienstkreuzträger welcher behauptet, das gehörlose und schwerhörige Menschen in Ihrer geistigen Entwicklung gehemmt sind und man diese geistige Zurückgebliebenheit beim schachspielen merken würde, der ist des Bundesverdienstkreuzes nicht würdig, da hier auf schärfste diskriminiert wurde! Das hier umgehend eine öffentliche Entschuldigung von Nöten ist, das versteht sich wohl von selbst, Herr Dr. Baumbach!

Dr. Fritz Baumbach lässt folgendes mitteilen:

„Sie haben hervorgehoben, dass ich neben dem aktiven Schach verschiedene Ehrenämter übernommen habe, alle im Sinne der Verbreitung des schönen Schachspiels auf verschiedenen Ebenen. Das erste war meine Funktion als Trainer von gehörlosen Schachspielern, die mich gefordert und auch bereichert hat. 1970 wurde mir angeboten, die hörgeschädigten, überwiegend gehörlosen Schachspieler der DDR zu trainieren. Es handelte sich um die Nationalauswahl mit ungefähr 20 Spielern und einigen Jugendlichen, sie wurden speziell gefördert. ‚Warum diese Sonderbehandlung?‘ haben manche gefragt, vielen ist das auch heute nicht klar. Die Hörgeschädigten gehören zum Behindertensport, nicht weil sie sich nicht so gut verständigen können, sondern weil sie in ihrer geistigen Entwicklung gehemmt sind. Hören und vor allem Sprechen sind die wichtigsten Elemente der geistigen Entwicklung des Menschen, ohne Gehör und die sprachliche Verständigung bleiben sie in der geistigen Entwicklung zurück. Das macht sich auch beim Schachspielen bemerkbar.“