Nordstemmen (Behindertensport-News.de) – Desweiteren waren die Mannschaften des gastgebenden Vereins KKS Nordstemmen, St. Hubertus Elsen und des ABC Münster am Start.
Im zweiten Wettkampf am Samstagabend musste die Mannschaft um Manuela Schmermund gegen den Gastgeber KKS Nordstemmen antreten. Es wurde ein Wettkampf der an Dramatik kaum zu überbieten war. Zunächst traf im Spitzenduell Jaqueline Orth auf die Israelin Ella Sternberg, die einen deutschen Pass besitzt und somit nicht unter die „Ausländerregelung“ des DSB fällt. Jaqueline hatte mit vier Ringen Rückstand und 391 zu 395 Ringen das Nachsehen.
An Position zwei war Michelle Horst chancenlos gegen den Österreicher Thomas Farnik, der ebenfalls vier Ringe Vorsprung hatte. Diese Begegnung ging ebenfalls mit 391 Ringen zu 395 Ringen an Nordstemmen. An Position vier konnte Patrick Seyfarth mit guten 393 Ringen und drei Ringen Vorsprung seine Begegnung gegen David Kroll für sich entscheiden. An der fünften Position hatte diesmal Manuela den Vorzug vor Tobias Göbel erhalten und konnte sich mit guten 390 Ringen hauchdünn gegen ihre Gegnerin Anja Kroll durchsetzten.
Die Begegnung stand nun ausgeglichen 2 : 2 in der Mitte musste die Entscheidung über den Ausgang diese Wettkampfes fallen. Hier traf Ken Parr auf Henrik Borchers und beide hatten am Ende 393 Ringe auf dem Tableau stehen. Dieses Unentschieden und das daraus resultierende Stechen hätte leicht vermieden werden können, wenn Ken nicht mit den beiden letzten Wettkampfschüssen die Zehn verfehlt hätte. Das nun folgende Stechen war einmal mehr an Dramatik nicht zu überbieten:
Im ersten Stechschuss hatten beide Kontrahenten eine 10, beim zweiten Stechschuss behielten wiederum beide Schützen die Nerven und schossen eine weitere 10, auch im dritten Stechschuss wurde von Beiden die 10 getroffen. Im entscheidenden vierten Stechschuss kam nun die sogenannte Teilerwertung zur Anwendung, die die Qualität einer geschossenen Zehn in Zehnteln bewertet. Hier gab Henrik Borchers als Erster seinen Schuss ab und kam auf eine 10,0, während Ken leider nur eine 8,9 erreichte. Somit war der Wettkampf für unsere Mannschaft hauchdünn mit 3:2 verloren.
Am Sonntagmorgen war man früh zum ersten Wettkampf gegen die Paderborner Mannschaft des Schützenvereins St. Hubertus Elsen am Start. In unveränderter Mannschaftsaufstellung wollte man dem ehemaligen Deutschen Mannschaftsmeister von 2006 Paroli bieten und nach Möglichkeit diesen Wettkampf gewinnen. Dass dies schwer werden würde war von vornherein klar, denn in der Paderborner Mannschaft gingen der deutsche Nationalkaderschütze Julian Justus und der niederländische Weltklasseschütze Dick Boschman an den Start. Es war auch dann keine Überraschung, dass Julian Justus Jaqueline keine Chance ließ und den ersten Punkt für seine Mannschaft holte. Während Jaqueline in den ersten Serien noch mithalten konnte, musste sie sich nach zwei Neunern und einer Acht in der letzten Zehnerserie ihrer Erkältung Tribut zollen und sich dann um 6 Ringe geschlagen geben.
An der zweiten Position folgte eine dicke Überraschung: Michelle schoss einen schnellen Rhythmus und konnte damit den Holländer unter Druck setzen, der ausgesprochen nervös reagierte und sogar aus dem Anschlag musste. Nach einigen Neunern hintereinander stand auf einmal fest, dass Michelle nicht mehr einzuholen war und diesen Vergleich gewonnen hatte. Nicht ganz überzeugend begann Ken an Position drei sein Einzel. Mit 96 Ringen in der ersten Zehnerserie hatte er bereits Rückstand auf Dorothee Arbogast, den er aber mit der zweiten Serie wieder ausgleichen und in der dritten Serie mit 100 Ringen sogar ausbauen konnte. Die letzte Serie war dann wieder nicht so überzeugend, aber er konnte mit 389 : 384 den Wettkampf für sich entscheiden.
Auf Position vier geriet Patrick nach einem guten Auftakt, aber anschließendem Einbruch mit einer 94ziger Serie in einen großen Rückstand, den er in der letzten beiden Serien nicht mehr aufholen konnte. Der Punkt ging also an die Mannschaft aus Elsen. Nun musste die letzte Partie die Entscheidung herbeiführen. Hier traf Manuela auf Eva Schmidt, die während des gesamten Wettkampfes die Nase vorn hatte. In der letzten Serie konnte Manuela eine 100er Serie erzielen die sie in einem schnellen Rhythmus schoss um die Gegnerin unter Druck zu setzen, aber dieses Aufbäumen kam zu spät und Eva Schmitz zeigte kaum eine Schwäche. Sie brachte die letzten Schüsse alle ins Zentrum und behauptete sich mit zwei Ringen Vorsprung. Somit war auch der zweite Wettkampf des Wochenendes wenn auch knapp, verloren.
Die Mannschaft ist nun in der Tabelle auf den 7. Platz zurückgefallen, hat aber noch alle Möglichkeiten sich mit zwei guten Wettkämpfen gegen Post SV Düsseldorf und SG Hamm weiter vorne zu platzieren und das Ziel Klassenerhalt aus eigener Kraft zu erreichen.
(DRS)
