Rollstuhlbasketball: Schwere Aufgabe für die Köln 99ers

von cloudmarketing | 1. Dezember 2011 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

Köln (Behindertensport-News.de) – Am Samstag um 17 Uhr tritt die zu Hause noch ungeschlagene Kölner Mannschaft gegen den RSC Zwickau an. Mit Zwickau kommt nun erstmals in dieser Saison ein absolutes Spitzenteam in die Domstadt, um aus Köln zwei Punkte zu entführen. Für die Kölner wird es nicht leicht sein die noch makellose Heimbilanz in der bisherigen Saison ausbauen zu können.

Zwickau hat sich in der bisherigen Saison lediglich dem RSV Lahn-Dill geschlagen geben müssen. Der Tabellenzweite der RBBL musste sich zwar nach dem Abgang von Piotr Luszynski in der Sommerpause vollkommen neu aufstellen, hat aber diese Aufgabe bravourös gemeistert und erneut ein Spitzenteam zusammen stellen können. Mit den beiden Neuzugängen Adam Erben, der aus Italien wechselte, und Joseph Chambers, der vom Spitzenclub aus Madrid an die Mulde wechselte, haben die Zwickauer ihren ehemaligen Star Luszynski mehr als nur ersetzt. 

Das Team besticht durch eine ungeheuere Ausgeglichenheit und Offensiv-Power. Gleich fünf Sachsen haben einen zweistelligen Punkteschnitt und mit 9,2 Punkte/Spiel fehlt Rostislav Pohlmann nicht viel um auch dazuzugehören. Damit besitzt der RSC die beste Offensive der Liga.

Köln musste nach der Niederlage in München am vergangenen Wochenende einsehen, dass man zwar in der Lage ist die Spitzenmannschaften der RBBL zu gefährden, aber noch nicht in der Form ist sie zu schlagen. Manager Sedat Özbicerler sprach nach der letzten Partie von einem „langfristigen Lernprozess“, der noch im Gange wäre. Die Kölner, die in der Sommerpause ebenfalls das Team komplett umbauen mussten, konnten sich immerhin durch Heimsiege gegen den Teams der unteren Tabellenhälfte durchsetzen und befinden sich momentan im gesicherten Mittelfeld der Tabelle. 

Hauptkritikpunkt war oftmals die Defense der Domstädter gewesen, die oft durch fehlende Abstimmung zu Schwierigkeiten führte, und die wird am kommenden Wochenende durchaus gefordert werden. Die 99ers konnten in den vergangenen Wochen zwar einen Aufwärtstrend erkennen lassen, schafften es aber bisher nicht gegen Spitzenteams über die kompletten 40 Minuten hoch konzentriert ans Werk zu gehen. 

Jaap Smid brachte es auf den Punkt: „Es ist immer Kopfsache bei uns, ob wir verlieren oder nicht.“ Es wird also am kommenden Samstag spannend sein zu sehen, ob die 99ers ihren Kopf in den Griff bekommen, um die makellose Heimbilanz am Leben zu halten.

(Oliver H. Junggeburth)