Wetzlar (Behindertensport-News.de) – Fortuna hat bei der Auslosung zur ersten Runde des diesjährigen DRS-Pokal eine ausgewöhnliche Wahl getroffen. Bereits Mitte Juni zog Pokalspielleiter Peter Röder (Kelkheim) im Wolfsburger Forum Autovision nicht nur die erste und zweite Mannschaft des RSV Lahn-Dill nahezu zeitgleich aus dem Lostopf, sondern auch noch den RSC Frankfurt II. Alle drei Teams müssen nun am Samstag die Fahrt nach Oberbayern antreten, wo sich die SB DJK Rosenheim als Gastgeber auf seine hessischen Gäste freut.
Bereits um 11 Uhr trifft in der Rosenheimer Gabor-Halle der gastgebende Regionalligist um seine beiden jungen Landeskaderspieler Josef Wernberger
(21) und Center Michael Schmid (19) auf die zweite Vertretung des RSV Lahn-Dill. Der Tabellenzweite der 2. Bundesliga Süd aus Mittelhessen geht
zwar als Favorit ins Rennen, doch Trainer Daniel Stange weiß, dass seine Mannschaft gegen die lange Anreise wie auch gegen einen motivierten Underdog
kämpfen muss. Um 13:30 Uhr kommt es dann in Oberbayern zum Hessenderby zwischen dem Titelverteidiger RSV Lahn-Dill I und dem Zweitligisten RSC
Frankfurt II. Ähnlich wie in der ersten Begegnung liegt auch hier die Favoritenrolle ganz klar auf Seiten der Mittelhessen, die mit ihrem
kompletten Kader und damit in Bestbesetzung Richtung Süden reisen werden. Die beiden Sieger dieser Partien bestreiten dann um 16 Uhr das entscheidende Spiel um den Einzug in die nächste Runde, die am 17. und 18. Dezember stattfinden wird.
In diesem entscheiden Match könnte es nach der Papierform zu einem brisanten vereinsinternen Pokalduell zwischen dem RSV Lahn-Dill II und der ersten
Mannschaft von Trainer Nicolai Zeltinger kommen. Dies wäre nach 2009 sogar bereits das zweite Duell dieser Art im DRS-Pokal. Damals am 1. November
hatte die damals noch in der Regionalliga angesiedelte zweite Mannschaft beim 28:82 nicht den Hauch einer Chance. „Zunächst haben allerdings wir den
Druck gegen den Regionalliga-Sechsten gewinnen zu müssen und dann können wir schauen, ob wir den Abstand zur Ersten inzwischen verkürzen konnten. Außer im Pokal haben wir sonst ja keine Chance, uns in einem offiziellen Spiel mit der ersten Mannschaft zu messen. Insofern ist das Pokal-Los schon sehr
attraktiv, wobei ich natürlich das Risiko sehe, dass unsere Spieler bereits im Kopf bei der zweiten Aufgabe sind, ohne überhaupt die erste gelöst zu
haben“, so Trainer Daniel Stange.
Sein vereinsinterner Kollege Nicolai Zeltinger kann hierbei ganz entspannt abwarten und sich zunächst auf die eigene Partie gegen Frankfurt II konzentrieren. Dabei fordert er trotz der langen und von den Anfangszeiten her anstrengenden Anreise sowie der hohen Favoritenrolle von seinen
Schützlingen hohe Konzentration. „Wir müssen uns nicht auf das Ziel das Final Four zu erreichen oder gar im April nächsten Jahres den Cup zu
verteidigen konzentrieren, wenn wir nicht zuerst unsere Hausaufgaben der ersten Pokalrunde vernünftig erledigen“, so der 39-jährige Headcoach des
achtmaligen Cupgewinners RSV Lahn-Dill, der mit seiner Mannschaft am Samstag bereits um 5:45 Uhr den Bus besteigen wird.
DRS-Pokal, 1. Runde:
Gruppe 1 in Stralsund: Stralsund Pirats, Hot Rolling Bears Essen, RSB Team
Thüringen, ASV Bonn.
Gruppe 2 in Berlin: RSC Berlin, Jena Caputs, Hannover United, ALBA Berlin.
Gruppe 3 in Münster: UBC Münster, RSG Langenhagen, RSC-Rollis Zwickau, RSC
Osnabrück.
Gruppe 4 in Hamburg: Hamburger SV, SG Ahorn-Panther Paderborn/Bielefeld, BBC
Warendorf, Köln 99rs.
Gruppe 5 in Luxemburg: Lux Rollers, Manhatten Skywheelers, Roller Bulls St.
Vith.
Gruppe 6 in Würzburg: VdR Würzburg, IMMOVESTA Dolphins Trier, SGK
Heidelberg, RSV Basket Salzburg.
Gruppe 7 in Rosenheim: SB DJK Rosenheim, RSV Lahn-Dill II, RSC Frankfurt II,
RSV Lahn-Dill.
Gruppe 8 in Kaiserslautern: Rolling Devils Kaiserslautern, USC München, SV
Reha Augsburg.
(Andreas Joneck)

