Frechen (Behindertensport-News.de) – Am heutigen Spieltag treffen die Sonnbichler – Schützlinge auf die Mannschaft aus Polen, die sich beim 3:2-Sieg gegen Großbritannien .die ersten Punkte sichern konnte.
Ausführlicher Spielbericht der Herrenmannschaft
Das deutsche Team begann gegen die Niederlande in der gewohnten Stammformation. Schnell erarbeitete es sich eine Führung, die es auch im Verlaufe des Satzes nicht mehr abgeben sollte. Im Angriff punkteten immer wieder Mannschaftsführer Jürgen Schrapp und Heiko Wiesenthal. Thomas Renger zeigte sich stark verbessert und sorgte im Mittelblock für zahlreiche Punkte, sodass der Satz mit 25:19 gewonnen wurde.
Im zweiten Satz brachte Rudi Sonnbichler auf der Zuspielposition den Berliner Steffen Barsch für Benjamin Oesch. Der Berliner fügte sich nahtlos in das Team ein. Basierend auf einer erneut starken Feldverteidigung wurde der Satz mit 25:12 beendet.
Im dritten Satz ersetzte Barbaros Sayilir (Leverkusen) Christoph Herzog in der Startformation. Angefeuert von den Zuschauern hatten die Holländer dieses Mal einen besseren Start. Das deutsche Team geriet zunächst mit 1:3 ins Hintertreffen, konnte beim 3:3 aber schon wieder ausgleichen.
Der Berliner Zuspieler Steffen Barsch agierte sehr variabel und setzte alle Angreifer erfolgreich in Szene. Beim Stand von 15:9 kam mit Martin Rickmann ein weiterer Ergänzungsspieler zum Einsatz. Dennoch geriet das deutsche Team niemals ernsthaft in Gefahr und sicherte sich den Satz mit 25:19.
Mit diesem Sieg baute das Team von Rudi Sonnbichler und Co-Trainer Jürgen Vorsatz die Führung in der Tabelle weiter aus.
Startformation Deutschland: Thomas Renger, Jürgen Schrapp, Heiko Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Leverkusen), Benjamin Oesch, Alexander Schiffler, Christoph Herzog (BV Leipzig)
Bundestrainer Rudi Sonnenbichler: „Mit dem 3:0-Erfolg bleibt mein Team weiterhin in der Erfolgsspur. Aufgrund der starken Belastung im Ukraine-Spiel haben wir eine differenzierte Vorbereitung betrieben. Während die zweite Sechs konzentriert mit dem Ball gearbeitet hat, war für die Stammformation aktive Regeneration angesagt. Trotz der lautstarken Unterstützung der niederländischen Fans haben wir einen souveränen 3:0-Sieg gelandet. Im dritten Satz hatte ich die Möglichkeit, fast alle Ergänzungsspieler einzusetzen. Trotzdem geriet das Team nie in Bedrängnis, was für die mannschaftliche Geschlossenheit spricht.“
Der deutsche Kader bei der EM: Stefan Hähnlein, Thomas Renger, Barbaros Sayilir, Jürgen Schrapp, Siegmund Soicke, Heiko Wiesenthal (alle TSV Bayer 04 Leverkusen). Martin Rickmann, Peter Schlorf, Steffen Barsch (SCC Berlin), Benjamin Oesch, Alexander Schiffler, Christoph Herzog (BV Leipzig)
Deutschlands Damen unterliegen Gastgeber Niederlande
Im zweiten Vorrundenspiel der Gruppe A unterliegt Deutschland dem Gastgeber Niederlande klar mit 0:3. Die Niederlande stehen damit so gut wie sicher auf Platz 1 der Gruppe.
Es war wieder so ein nervöser Start des deutschen Teams. Der Gegner begann druckvoll und sicherte sich schnell einen deutlichen Vorsprung. Bei der ersten technischen Auszeit lag Deutschland somit bereits deutlich zurück.
Doch dann schien sich das Blatt zu wenden. Die deutschen Damen agierten sicherer und speziell Corinna Cavier brachte ihre Mannschaft mit einigen eindrucksvollen Angriffen wieder in Reichweite. Bis auf einen Punkt Rückstand spielte sich das Team wieder heran. Doch nach der zweiten technischen Auszeit folgte leider wieder das alte Bild. Eine Reihe von Annahmefehlern auf deutscher Seite sorgten dafür, dass die Niederlande sich endgültig absetzen konnte und so hieß es am Ende 25:18 für Oranje.
Der zweite Satz begann besser. Bis zur ersten Auszeit war Deutschland nah dran. Aber das Team agierte weiterhin zu nervös. Durch überhastete Aktionen auf deutscher Seite kam der Gegner immer wieder zu leichten Punkten. Kaum ein Angriff der Deutschen kam durch und die Niederlande setzten sich weiter ab. Spielstand am Ende 25:14 für die Niederlande.
Im dritten Satz ließen die niederländischen Damen dann nichts mehr anbrennen. Wieder spielte man sich schnell einen deutlichen Vorsprung heraus und spielte so auch Satz drei sicher nach Hause, sehr zur Freude des heimischen Publikums.
Für Deutschland geht es nun am heutigen Dienstag im entscheidenden Vorrundenspiel gegen Russland um Platz zwei der Gruppe.
(Stefan Krohn / DBS)
