Frechen (Behindertensport-News.de) – Für den in der Klasse der Sehbehinderten (TRI6) startenden Ralf Arnold von der MTG Mannheim und seinen Guide Martin Schmidtke vom SV Mannheim ist dies nicht die bevorzugte Distanz. Sie mögen es lieber etwas länger. Trozdem sind beide angereist, um als Mindestziel einen Podestplatz zu ergattern. Ähnlich wie im letzen Jahr, in dem Arnold vom Pannenpech verfolgt nur Platz 2 belegte, war wieder ein Feld von internationalen Startern aus Spanien, Frankreich, England und den USA am Start. Alle schienen in diesem Jahr mit besserem Material und gut vorbereitet angereist zu sein, denn die meisten Athleten kannten sich bereits vom Rennen des Vorjahres.
Nach dem Startschuß zog der Brite Hassim Ahmad mit einem Höllentempo das gesamte Feld hinter sich her und ließ so gleich auf dem ersten Kilometer die Konkurrenz zeigen, was sie konnte. Für manche war das Tempo deutlich zu hoch und sie mußten abreißen lassen. Arnold/Schmidtke konnten das Tempo jedoch mitgehen und den anfänglich sich vergrößernden Abstand auf dem Weg in die Wechselzone stetig verringern. Die Wechselzone erreichten sie so nach 18:35 min. als zweites Gespann mit ca. 40 m Rückstand auf Ahmad. Durch eine geschickte Wechselstrategie konnten sie den Abstand noch in der Wechselzone weiter verringern und bereits in der ersten der vier Radrunden die Führung übernehmen. Diese bauten sie bis zum nächsten Wechsel weiter aus und konnten sogar das Tempo verringern, ohne den Abstand auf die Verfolger einzubüßen.
So geriet der letzte Lauf nur noch zu einer Genußrunde, denn die beiden Deutschen mußten nicht mehr mit vollem Tempo laufen. Der Abstand von ca. 400 m war so groß, daß die Verfolger sie nicht mehr häätten einholen können. Mit einer Gesamtzeit von 1:01 Std. ging der Weltmeister-Titel mit ca. 1:30 min.
Vorsprung vor Spanien und England, die sich noch ein knappes Rennen um die Plätze lieferten, an die mannheimer Athleten. Überglücklich über den unerwartet deutlichen Sieg und den reibungslos verlaufenen Wettkampf strahlten Ralf Arnold und Martin Schmidtke mit der spanischen Sonne um die Wette, als sie bei der Siegerehrung die Medaillen umgehängt bekamen.
(Ralf Arnold / DBS)
