Köln (Behindertensport-News) – Sogar das Wetter spielte mit, sodass dem Grillen ebenfalls nicht im Wege stand. Insgesamt gingen 18 Mannschaften an den Start, die in drei Leistungsklassen unterteilt wurden. Ulm konnte sich samstags in der dritten Leistungsklasse durchsetzen. Die dritte Mannschaft der 99ers belegte in der dritten Leistungsklasse den dritten Rang. Die fünfte Mannschaft konnte sich im clubinternen Duell gegen die vierte durchsetzen und das Turnier auf einem guten fünften Platz beenden, wohin gegen die vierte etwas enttäuschend auf dem siebten Platz landete.
In der zweiten Leistungsklasse konnte Kaiserslautern überzeugen und im Finale die Roller Bulls aus St. Vith bezwingen. In der ersten Leistungsklasse holte sich Frankfurt gegen Hannover den Pokal. Für die Kölner Mannschaften in der ersten und zweiten Leistungsklasse gab es ebenfalls dritte Plätze zu feiern.
In der dritten Leistungsklasse gingen in diesem Jahr Mannschaften aus der Landesliga, Oberliga und auch aus der Regionalliga an den Start. Allein von der Besetzung stellte sich der RC Sabres Ulm als klaren Favoriten vor. Schließlich hatte man mit den Neuzugängen aus Augsburg, Spieler der ersten Bundesliga für das Team gewinnen können. Ungeschlagen sicherte sich der Topfavorit aus Ulm als Erster der Gruppe D den Platz im Halbfinale.
Als Gruppenerster der Gruppe C spielte sich der UBC Münster ebenfalls ohne Niederlage ins Halbfinale. Die jeweiligen Gruppensieger waren in diesem Jahr gleich den Finalisten. In einem packenden Finale konnte sich der RC Sabres Ulm mit einem 41:28-Sieg gegenüber dem UBC Münster durchsetzten und stand somit als Turniersieger der dritten Leistungsklasse fest. Im kleinen Finale, dem Spiel um Platz 3, konnte sich die dritte Mannschaft der Köln 99ers einen Platz auf dem Treppchen sichern.
Das Team entschied das Spiel mit einem 28:20-Sieg gegen den TV Kleinwiedenest für sich. Für eine große Überraschung sorgte das Team der Köln 99ers V, die das vereinsinternen Duell in der Zwischenrunde, gegen die Köln 99ers IV für sich entschied und später auch im Spiel um Platz 5 gegen den RSG Koblenz den Sieg feiern konnte.
In der zweiten Leistungsklasse konnte die neu formierte zweite Kölner Mannschaft sich gut präsentieren. Mit dem neuen Spielertrainer Michaelis Stergiopolous und dem erfahrenen Gabriel Kasapoglu, die beide letzte Saison in der ersten Bundesliga für die 99ers auf dem Platz standen, konnte sich die zweite der 99ers durchaus beachtlich schlagen. Zwar gab es in der Vorrunde keinen Sieg, jedoch konnte die Mannschaft gut gegen die deutschen Zweitligaclubs aus St. Vith und Kaiserslautern mithalten.
Im Spiel um Platz drei gab es dann den lang ersehnten und durchaus verdienten Sieg gegen Team Denmark. Somit konnten die 99ers auf dem dritten Platz das Turnier beenden und die Leistungen machten Mut für die kommende Regionalligasaison mit dem Ziel Wiederaufstieg in die zweite Bundesliga. Im Finale der zweiten Leistungsklasse standen sich die Rolling Devils aus Kaiserslautern und die Roller Bulls aus St. Vith gegenüber. Devils gegen Bulls – hört sich nach einer Spitzenpartie an?
War es auch! Immer wieder gab es Führungswechsel bis wenige Minuten vor Schluss, wo die Roller Bulls bis auf 9 Punkten wegziehen konnten. Zu diesem Zeitpunkt sah es überhaupt nicht gut aus für die Pfälzer mit Neuzugang Yuki Ito, die Jahre lang das Bild der 99ers geprägt hatte. Doch in den letzten Minuten kippte das Momentum der Partie, vielleicht bedingt durch einige Pfälzer Fans, die an diesem Sonntag den Weg an den Rhein fanden, und Kaiserlautern mauserte sich nochmal. In einer emotionsreichen Schlussphase hatten die Rolling Devils den längeren Atem und siegten in einer hochklassigen und sehr spannenden Partie gegen starke Belgier mit einem Punkt.
In der ersten Leistungsklasse ging es überraschenderweise ähnlich spannend zu. Die neuformierte Bundesligamannschaft der 99ers zeigte, dass sie noch Zeit braucht bis sich die Spieler zusammengefunden haben. Zwar traten die 99ers mit den Neuzugängen Frederic Jäntsch, Lars Bergenthal, Marina Mohnen und Thomas Becker an, aber der Mannschaft fehlten mit Björn Lohmann und Mustafa Korkmaz zwei wichtige Spieler. Eine unnötige Niederlage im Eröffnungsspiel gegen den Bundesligaaufsteiger Hannover United verbaute den Kölnern im Nachhinein die Finalteilnahme.
Die weitere Niederlage gegen Frankfurt besiegelte das Final aus, sodass, man sich mit einem Spiel um Platz drei gegen den niederländischen Vertreter aus Devedo zufrieden geben musste. Im Spiel um Platz drei ließen die 99ers jedoch ihrem Gegner kaum eine Chance und siegten souverän. Im Laufe des Turniers präsentierte sich die erste Mannschaft der 99ers als eine Mannschaft die Zusammenwächst. Von Spiel zu Spiel wurde die Qualität des Kölner Spiels, gelenkt durch den neuen Coach Martin Otto, immer besser.
Die Hannoveraner, die zugegebenermaßen an diesem Wochenende sehr stark und gut eingespielt auftraten, erspielten sich die Chance auf das Finale gegen den Ligakonkurrenten aus Frankfurt. In einem Spiel, wo viele im Vorfeld die Frankfurter als klaren Sieger tituliert hätten, bewiesen die Hannoveraner, dass sie in der kommenden Saison nicht zu unterschätzen sind und beste Chancen auf den Nichtabstieg haben.
In einer Phasenweise sehr umkämpften und hochklassigen Partie, konnten die Hannoveraner lange mit dem PlayOff Kandidat aus Hessen mithalten und das Spiel spannend halten. Erst in den letzten Minuten des letzten Viertels setzte sich die geballte Erfahrung der Frankfurter durch, sodass sie am Ende des Tages dem TOP END Pokal in die Höhe recken konnten.
(Oliver H. Junggeburth)

