Hannover (Behindertensport-News.de) – Mit zwei Niederlagen in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover hat die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Damen das erste Kapital des Besuchs aus Down-Under abgeschlossen. In der Akademie des Sports unterlag das Team Germany am Samstag knapp mit 47:51 Australien, am Sonntag folgte eine 43:54-Niederlage. Die von Bundestrainer Holger Glinicki erwartenden Niederlagen relativieren sich allerdings in Anbetracht des Fehlens von US-Legionärin Annika Zeyen und am Samstag von zusätzlich Edina Müller. Beim Vier-Nationen-Turnier am kommenden Wochenende in Hamburg sind beide wieder mit von der Partie, so dass eine Revanche gegen den WM-Vierten möglich scheint.
Deutschland – Australien 47:51 (18:11/27:24/32:41)
Nach einem guten Start gegen die physische Spielweise der Australierinnen merkte man dem Team in der Folge an, dass mit Annika Zeyen dem Team insbesondere in Drucksituationen der kühle Kopf fehlte. „Eine Halbzeit konnten wir der Ganzfeldpresse der Gäste standhalten, doch über vierzig Minuten sind wir dazu nach zahlreichen personellen Umstellungen noch nicht“, kommentierte Bundestrainer Holger Glinicki die Partie.
Deutschland: Marina Mohnen (BADS Quartu Sant´Elena/Italien, 23), Gesche Schünemann (RSV Lahn-Dill, 13/1 Dreier), Johanna Welin (USC München, 5), Mareike Adermann (University of Wisconsin/USA, 4), Britt Dillmann (RSV Lahn-Dill, 2), Heike Friedrich (Mainhatten Skywheelers), Annabel Breuer (Ulmer Sabres), Maya Lindholm (Hamburger SV), Maria Kühn (SV Reha Augsburg), Nadine Bahr (Hamburger SV, n.e.).
Australien: Cobi Crispin (10), Shelly Chaplin (8), Sarah Stewart (7), Kylie Gauci (7), Bridie Kean (6), Clare Burzynski (4), Leanne Del Toso (4), Kathleen O´Keelly-Kennedy (3), Amber Merritt (2), Amanda Carter, Shelly Cronau.
Deutschland – Australien 43:54 (15:12/24:26/35:44)
Auch am Sonntag in Duell Nummer zwei sollte der Hamburger mit seinem Fazit ähnlich liegen, denn erneut startete Deutschland gegen das Team aus Australien gut und strukturiert. Doch mit zunehmender Spielzeit geriet seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel erneut wieder in Rückstand und musste dem enormen Druck Tribut zollen. „Wir sind trotz dieser beiden Niederlagen absolut im Soll und mit Annika und Edina, die uns im ersten Spiel ja auch noch fehlte, werden wir schon in Hamburg in der kommenden Woche wieder als Sieger vom Parkett rollen“, so Glinicki selbstbewusst.
Deutschland: Gesche Schünemann (20/1), Marina Mohnen (10), Edina Müller (Hamburger SV, 8), Mareike Adermann (3), Annabel Breuer (1), Heike Friedrich (1), Nadine Bahr, Britt Dillmann), Maya Lindholm, Johanna Welin, Maria Kühn (n.e.).
Australien: Cobi Crispin (12), Kylie Gauci (12), Bridie Kean (11), Amber Merritt (6), Kathleen O´Keelly-Kennedy (4), Shelly Chaplin (3), Clare Burzynski (2), Amanda Carter (2), Shelly Cronau (2), Leanne Del Toso, Sarah Stewart.
(Andreas Joneck)

