U25 Juniorinnen verpassten Halbfinaleinzug bei der WM in Kanada

von cloudmarketing | 20. Juli 2011 | Rollstuhlsport | 0 Kommentare

St. Catharines (Behindertensport-News.de) – Die deutsche Rollstuhlbasketball-Nationalmannschaft der Juniorinnen ist bei der U25-Weltmeisterschaft im kanadischen St. Catharines im Viertelfinale ausgeschieden. Drei Viertel war man dem Kontrahenten Großbritannien ebenbürtig, doch in den letzten zehn Spielminuten brach das deutsche Spiel zusammen und das Team von der Insel zog verdient in das Halbfinale ein.

Großbritannien – Deutschland  38:56 (13:13/23:23/32:38)

Die Zuschauer in der Bob Davis Arena von St. Catharines sahen insbesondere bis zur Pause ein absolut ausgeglichenes WM-Viertelfinalspiel zwischen den beiden europäischen Konkurrenten. Das 2:5 (2.) aus deutscher Sicht durch Debee Steele war dabei die höchste Führung eines der beiden Teams, während in der Folge Topscorerin Mareike Adermann das 15:13 (11.) und Annabel Breuer das 21:19 (17.) erzielen konnten.

Nach dem Seitenwechsel brauchten die deutschen Juniorinnen dann drei Spielminuten um wieder ihren Rhythmus zu finden, was die von der Papierform her leicht favorisierten Britinnen eiskalt mit einem 9:1-Start zum 32:24 ausnutzen. Doch die Mannschaft von Bundestrainerin Heidi Kirste gab sich noch längst nicht geschlagen, kämpfte um jeden Ball und war durch einen weiteren Korberfolg der Ulmerin Breuer beim 36:38 (31.) wieder auf Tuchfühlung.

Doch dies sollte für die junge deutsche Mannschaft das nahezu letzte Erfolgserlebnis bleiben, denn urplötzlich riss der Faden im Spiel der DRS-Auswahl. Lediglich der Hamburgerin Maya Lindholm war es bis zur Schlusssirene vergönnt noch einen Korb aus deutscher Sicht zu erzielen. Ihr 38:51-Anschluss (38.) kam jedoch zu spät, so dass die Britinnen am Ende verdient ins Halbfinale einzogen und die U25-Juniorinnen aus Deutschland nun um die Plätze fünf bis acht spielen. Beste Akteurin beim siegreichen Team aus Großbritannien war A-Nationalspielerin Helen Freeman, die mit 22 Punkten und zwölf Rebounds zu Topscorerin avancierte. Ihre stolzen 89 Prozent Trefferquote zeigten an diesem

Tag auch den Unterschied auf, konnte das Team Germany doch unter dem Strich lediglich 36 Prozent ihrer Wurfversuche im gegnerischen Korb unterbringen. „Uns fehlt im Gegensatz zu den Britinnen die Ausgeglichenheit im Team, so dass wir am Ende einzelne Fehler nicht mehr kompensieren konnten. Dennoch haben wir nicht enttäuscht und kämpferisch eine tolle Vorstellung geboten. Diesbezüglich muss ich vor allem Annabel Breuer und Mareike Adermann hervorheben“, so Bundestrainerin Kirste nach der Partie.

Großbritannien: Helen Freeman (22), Amy Conroy (17), Debee Steele (10), Laurie Williams (5), Judith Hamer (2), Ella Beaumont, Natasha Davies, Madeleine Thompson, Jordanna Bartlett (n.e.), Eimear MacSorley (n.e.).

Deutschland: Mareike Adermann (16, University of Wisconsin, USA), Annabel Breuer (8, Ulmer Sabres), Maya Lindholm (8, Hamburger SV), Linda Dahle (6, Köln 99ers), Laura Fürst (USC München), Anna Gerwinat (RSC Berlin), Andrea Seyrl (Achim Lions), Eva Feldbauer (n.e., Dragon Wheelers), Luca Fischer (n.e., RSV Bayreuth), Helene Harnisch (n.e., USC München), Lena Ludewigt (n.e., Köln 99ers).

(Andreas Joneck)