Fußball-Deutschland trauert: Fans leiden mit den deutschen Spielerinnen

von cloudmarketing | 9. Juli 2011 | Sport | 0 Kommentare

Wolfsburg (BS-News) – Die Spielerinnen wie Ariane Hingst, Birgit Prinz, Kerstin Garefrekes, Martina Müller oder Inka Grings hatten für diese WM mit Sicherheit große Ziele. Für die Ü30-Spielerinnen im deutschen Team, zu denen auch Torhüterin Nadine Angerer zählt, war klar, dass diese wohl eine der letzten WM-Möglichkeiten sein wird in ihrer sportlichen Karriere. Prinz und Hingst hatten diese bereits vor dem Turnier klar signalisiert, das nach der WM im Nationalteam Schluss sein wird, man jüngeren Kolleginnen Platz machen möchte. Das Ambiente dazu war perfekt. Die Fußball-Bühnen in Deutschland waren gerichtet, die Fans für den Frauen-Fußball begeistert, die Stadien gut gefüllt. Im letzten Vorrundenspiel konnten sich die Deutschen entsprechend aufbäumen, im Spiel gegen die Japanerinnen dagegen hat es nie wirklich ganz gereicht. Das Quentchen Glück fehlte, es sollte einfach nicht sein. Es sollte nicht sein, dass der dritte WM-Titel folgte. Es sollte nicht sein, dass die Heim-WM ein gutes Ende findet. Es sollte nicht sein, dass die deutsche Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz in ihrer Heimatstadt Frankfurt den WM-Pokal ein drittes Mal entgegen nehmen darf.

Zweimal fader Beigeschmack kommt neben dem unglücklichen Nationalmannschafts-Ausstand der eher älteren Spielerinnen leider noch hinzu. Durch die Niederlage gegen Japan im WM-Viertelfinale sowie den Sieg Frankreichs gegen den Olympiagastgeber England sind diese beiden Mannschaften – Frankreich und England – bereits für Olympia 2012 in London qualifiziert. Insgesamt werden es nur drei europäische Mannschaften sein. Da mit Schweden noch ein weiterer Europäer morgen im Viertelfinale ist, könnte diese Niederlage gegen Japan auch das Aus für die Olympischen Spiele bedeuten, bei denen man die letzten beiden Male jeweils Bronze gewinnen konnte. Dies ist dann der Fall, wenn Schweden morgen in der ersten Begegnung gegen Australien gewinnt. Sollten die Ozeanierinnen die Begegnung für sich entscheiden können,wäre Deutschland zumindest für das Olympische Turnier im nächsten Jahr qualifiziert.

Der weitere fade Beigeschmack dieser Begegnung könnte mit Kim Kulig zusammenhängen. Die Neu-Frankfurterin, die in der dritten Minute der Partie vom Rasen musste, hatte sich schwer verletzt. Unmittelbar nach der Begegnung gingen die Verantwortlichen u.U. von einem Kreuzbandriss aus.Die genaue Diagnose muss jedoch noch gestellt werden. Für die 21-Jährige Kulig war die Niederlage damit ein doppelt schwerer Tag.