Fellbach/Niederzier (Behindertensport-News.de) – Heike Albrecht aus dem nordrhein-westfälischen Niederzier bei Aachen holte beim kürzlich zu Ende gegangenen Dresse and Maere Tennis Cup in Izmir (Türkei) – der Mannschaftsweltmeisterschaft für schwerhörige und gehörlose Tennisspieler – die Goldmedaille. Gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Verena Fleckenstein setzte sie sich im Finale des spannenden Wettbewerbs gegen die Damen aus Spanien durch. Pro Runde tragen die Teams jeweils 2 Einzelmatches sowie ein Doppel aus.
„Nach meiner langen Verletzungspause habe ich mich besonders auf den Dresse and Maere Tennis Cup gefreut. Es ist daher natürlich besonders fantastisch, dass es gleich mit der Goldmedaille geklappt hat“, erklärt die 20-jährige vom GSV Neuwied. Heike Albrecht kann sich doppelt freuen, denn wenige Tage zuvor hatte sie gerade ihr Abitur bestanden.
Nun möchte Heike Albrecht im Tennis wieder durchstarten und sich voll auf Tennis konzentrieren. Denn sie hat ein ehrgeiziges Ziel, das sie trotz Verletzung und Abitur nicht aus den Augen verloren hat: „Ich möchte in Wimbledon spielen!“ Um dieses Ziel zu erreichen, muss sie jetzt wieder an den Turnieren für Normalhörende teilnehmen.
Die von Geburt an schwerhörige junge Frau beweist eindrucksvoll, dass Schwerhörigkeit kein unüberwindbares Handicap sein muss. Heike Albrecht kann erst ab 110 Dezibel hören – das entspricht der Lautstärke in einer Diskothek. Zwei moderne Hörgeräte erleichtern ihr die Kommunikation.
Der Hörgerätehersteller Phonak unterstützt Heike Albrecht auf ihrem Weg an die Tennis-Weltspitze und hat seit 2006 einen Sponsoringvertrag mit der heute 20-jährigen. „Heike Albrecht ist Vorbild und Ansporn für viele junge Menschen. Sie macht deutlich, dass auch Menschen mit einer Hörminderung erfolgreich sein und ihre Ziele verwirklichen können“, erläutert Wolfgang Bennedik, Geschäftsführer von Phonak Deutschland die Beweggründe.
(BSKom GmbH)
