Izmir (Behindertensport-News.de) – Schon morgens um 9:00 Uhr zeigte das Thermometer 30 Grad an, als Sebastian Schäffer sein Match gegen den Briten Nicholas Ansell beginnen musste. Gott sei Dank, dass der Debütant im britischen Team nicht so stark war, denn schon nach 50 Minuten konnte Schäffer mit 6:0 und 6:0 den Court verlassen. Sebastian spielte diesmal ohne die anfänglichen Probleme wie am Vortag gegen Japan. Als spezieller Grundlinienspieler schlug er konzentriert den Ball meist lang in die beiden Ecken des Gegners, der kaum Chancen hatte den Ball zu returnieren. Kaum Fehler und 80% seiner ersten Aufschläge landeten im Feld des Briten und waren ein weiterer Grund für den schnellen Sieg und damit die 1:0 Führung. Trainer Vonthein war nach dem Spiel sehr zufrieden und konnte sich schnell dem 2. Spiel mit Urs Breitenberger widmen.
Kaum Chancen für die britischen Damen sie verlieren glatt mit 0:3 gegen Fleckenstein/Albrecht:
Den Auftakt am 2. Tag in Izmir machte Verena Fleckenstein, die mit Bethany Brookes eine 17-jährige Debütantin gegenüber hatte. Verena: Beim Einschlagen hat meine Gegnerin alles getroffen und voll Power gespielt, da dachte ich es wird ein ganz schwieriges Spiel …! Sie sollte Recht behalten. Erst nach 85 Minuten konnte Verena mit 6:4 und 6:2 den Sack zumachen und das wichtige 1:0 holen. Im 1. Satz ging es bis zum 2:0 für Verena ganz glatt, aber dann wurde ihre Gegnerin immer stärker. Das Spiel wurde immer ausgeglichener und Brookes kam auf 3:2 heran. Die Deutsche lie? sich aber nicht nervös machen und nahm Brookes den Aufschlag ab, brachte ihren eigenen Aufschlag durch und führte schon mit 5:2. Doch die Britin gab nicht auf und konterte zum 5:4. Dank Verenas gutem Aufschlagspiel endete dann der 1. Satz mit 6:4.
Im 2. Satz spielte die Deutsche dann wesentlich konzentrierter und souveräner. Schnell brachte sie ihre Aufschlagspiele durch und gewann letztendlich verdient mit 6:2. Vor dem Spiel forderte Trainer Ronald Krieg: bisserl mehr mit Druck von hinten spielen, öfter mit Kick (Topspin) Aufschläge servieren, gut bewegen und volle Konzentration. Nach dem Spiel sagte Krieg: Verenas viele leichte und unnötige Fehler haben die Gegnerin aufgebaut, die aber trotzdem mit viel Risiko gut gespielt hat. Verena hat aufgrund ihrer großen Turniererfahrung das Match verdient gewonnen, obwohl es im 1. Satz sehr knapp war. Verena selbst war erst im 2. Satz vollzufrieden mit sich. Die Umstellung von Asche auf Hartplatz benötigt doch mehr Zeit. Ein bis zwei Tage werden sie noch brauchen, bis zum Halbfinale dürfte es aber kein Problem mehr sein.
Heike Albrecht und Beth Simmons bestritten das 2. Einzel des Tages. Beide kennen sich schon lange und haben schon oft gegeneinander gespielt. Auch heute ließ Heike nichts anbrennen und machte mit 6:2 und 6:0 kurzen Prozess. Nur zu Beginn des 1. Satzes bis zum 3:2 war es ein ausgeglichenes Spiel. Simmons konnte bis dahin noch mithalten, danach hat Heike alles im Griff. Viel Power, immer sehr druckvoll, so lautete das Rezept des Trainers, da konnte die Gegnerin nicht lang mithalten. Trainer Krieg: Super Passierbälle hat Heike heute gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit Heikes Leistung. Heike selbst führte sich nur knapp nach dem Spiel: Im 1. Satz bis zum 3:2 war der Wurm drin, danach ging alles so wie es mir gewünscht hatte. Bin zufrieden.
(Johannes Bildhauer & Peter Fiebiger)

