Sehbehinderten und Blindensport

von cloudmarketing | 1. Juni 2011 | Blindensport | 0 Kommentare

Erfurt (Behindertensport-News.de) – diese sind aber den DBS (Deutschen Behinderten-Sportverband) angeschlossen. Sehbehinderten und Blindensport ist mittlerweile keine Ausnahme mehr in Deutschen Sportvereinen, oder der Olympiade. Es gibt sehr viele Sportarten, die für Sehbehinderte möglich sind.

Fußball und Torball, Wassersport, wie Schwimmen, Paddeln, Rudern, Kanufahren, Segeln und Tretbootfahren, Klettern, Inlineskaten, Radfahren, Tandemfahren, Skifahren, Wandern, Judo, Bodenturnen, Hochsprung, Sperrwerfen und vieles andere.

Mit der richtigen Hilfe und Begeleitperson ist so gut wie jeder Sport auch für Sehbehinderte oder Blinde möglich.

Beim Skilaufen, gibt es den sogenannten Begleitläufer, er läuft hinter oder neben dem Skiläufer her und hilft durch seine sehr genaue Beschreibung der Piste, oder Loipe, dem Blinden das Auge zu ersetzen.
Je höher der Grad der Sehbehinderung ist, desto genauer wird die Beschreibung der Begleitperson sein.
Ist der Skiläufer ganz blind, muss die Begleitperson ständig Laute, bzw. Wörter von sich geben, damit der Blinde sich auch zusätzlich noch orientieren kann.
Bei einem Rennen ist es dem Blinden auch erlaubt, seine Begleitperson, oder die Stöcke zur Orientierung zu berühren.

Beim Biathlon darf die Begleitperson auch die Waffe bringen. Geschossen wird mit Hilfe des Infrarotsystems. Das Infrarotsignal wird dabei von der Zielscheibe, die 10m entfernt ist ausgesendet. Dieses Signal wird in einen Ton umgewandelt und der Blinde kann mit Hilfe eines Kopfhörers diesen Ton hören und sich orientieren. Je höher der Ton, desto näher ist das Ziel.

Ein Seil dient als Hilfe beim Joggen. Die Begleitperson ist mit dem Sehbehinderten, oder Blinden durch ein Seil verbunden und läuft neben ihm her und kann den Blinden so um Gefahren, wie Hindernisse, Laternen, andere Passanten herum führen.

Bei Gymnastikgruppen dient sogar der Blindenstock als Sportgerät für Übungen. Das macht nicht nur viel Spaß, sondern fördert auch die Freude an der Bewegung.

Rad fahren ist leicht möglich durch ein Tandem.

Beim Schwimmen ist der Sehbehinderte, oder Blinde Sportler mit einer Begleitperson z.b. durch einen aufblasbaren Schwimmring, oder Fahrradschlauch verbunden. So kann der Sportler immer Informationen bekommen, wie weit schon geschwommen wurde, oder wann Wendungen im Wasser nötig sind.

Torball wird in einer Mannschaft gespielt, das meist in einer Halle ausgetragen wird. Hierbei braucht es ein hohes Maß an Konzentration und Koordination. Torball kann in jedem Alter gespielt werden. Eine Mannschaft besteht aus 3 Spielern.
Der Ball ist mit einer Klingel versehen, die akustisch zu orten ist.
Über das Spielfeld, das 7m breit und 16m lang ist, werden drei Leinen mit Glöckchen gespannt, die bei Berührung einen akustischen Ton geben und somit bei der Orientierung helfen. Der Ball wird unter den Leinen durch gerollt.