Oldenburg (Behindertensport-News.de) – Im niedersächsischen Oldenburg starteten bei den Deutsche Gehörlosen-Meisterschaften im Blitzschach insgesamt 23 Einzelteilnehmer, sieben Mannschaften waren gemeldet und für die neu eingeführte Schüler & Jugend Einzelmeisterschaft traten sieben junge Talente an.
Einzelmeisterschaft
Per Computer wurden die Spieler nach Spielstärke in je drei Gruppen zu acht Spielern für das Einzelturnier gelost. Die ersten 4 Plätze berechtigten zur Teilnahme im Finale der Meisterklasse, die anderen spielten im A-Finale. Nach den Qualifikationsspielen in den 3 Gruppen gab es in der Meisterklasse neun Favoriten im Kampf um den Meistertitel. Souverän verteidigte der amtierende Blitzschach-Weltmeister und Hamburger Sergey Salov auch seinen deutschen Meistertitel vom Vorjahr, Silber ging an Dieter Jentsch (Hamburger GSV) und die Bronzemedaille holte sich nach 17 Jahren überraschend Alois Kwasny (Hamburger GSV), der bei der 1. Deutschen Blitzschachmeisterschaft damals Sieger wurde.
Zum ersten Mal wurde eine Schüler & Jugendmeisterschaft mit sieben gemeldeten Nachwuchsspieler/innen verschiedener Hörgeschädigtenschulen durchgeführt. Die beiden Oldenburger Kevin Valtin und Sascha Bernwald spielten hervorragend und dominierten die Spiele. Kevin Valtin konnte Sascha Bernwald im entscheidenden Spiel schlagen und wurde Deutscher Schüler & Jugendmeister im Blitzschach 2011. Silber ging damit an S. Bernwald. Auch Platz 3 für Stefanie Korolev ging an Oldenburg, die erstaunliche 6 Punkte holte. Den beiden Schachlehrern Herr Noél aus Oldenburg und Herr Organischak aus Halle/S. möchten wir an dieser Stelle unser Lob für die gute Vorbereitung der jungen Spieler und Spielerinnen aussprechen.
Es starteten insgesamt sieben Mannschaften. Klare Favoriten waren Hamburg, Dresden und Berlin. Schon in der 1. Runde mussten die beiden aussichtsreichsten Medaillenanwärter, Dresdner GSV und Berliner GSV, gegeneinander antreten. Der Vizemeister 2010 aus Dresden mit M. Gründer, B. Müller, Dr. W. Kössler und A. Mucha vom Dresdner GSV zeigte leider Nerven und holten nur 1,5 – 2,5 Pkt und damit keinen Mannschaftspunkt und auch in der 2. Runde gegen die Mannschaft aus Halle/S. mit K.-H. Kleemann, H. Burreh, H. Mende und den zwei Nachwuchsspielern, A. Wunder, L. Vieweg (Ersatzmann) gab es für Dresden mit 2-2 Pkt. lediglich 1 Mannschaftspunkt.

